
Gelsenkirchen. Die SG Gelsenkirchen holt bei der NRW-Meisterschaft fünf Medaillen. Die Vorbereitung in Griechenland spielt dabei eine wichtige Rolle.
Die Vorzeichen stimmten schon einmal. Das elftägige Trainingslager in Naoussa/Griechenland war ohne Probleme über die Bühne gegangen. „Wir hatten da Platz in der Halle ohne Ende, das sind wir aus Gelsenkirchen so gar nicht gewöhnt“, erzählt Michael Seeger, Trainer der SG Gelsenkirchen. Nachdem die Schwimmerinnen und Schwimmer im Frühjahr noch mit dem Chlorgehalt und dem Essen in Spanien kämpfen mussten, kamen sie nun fit – und wohl auch ein wenig müde – wieder zurück. Die Entscheidung, zum ersten Mal auch ein zweites Trainingslager innerhalb eines Jahres durchzuführen, sollte sich als richtig und erfolgsbringend herausstellen.
Nur wenige Tage nach der Rückkehr aus Griechenland stand mit den NRW-Meisterschaften auf der Kurzbahn die erste große Belastungsprobe im vollgepackten November auf die SG Gelsenkirchen. „Der Testlauf hat gut geklappt“, sagt Seeger mit Blick auf die Deutsche Meisterschaft auf der Kurzbahn vom 14. bis 17. November sowie die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) am 30. November. Die guten Leistungen aus dem Trainingslager konnten die SG-Schwimmer in Essen gleich auch noch mal bestätigen. Bestzeiten noch und nöcher fielen, und dann gab es auch noch eine „Leistungsexplosion“.
Dafür sorgte Victoria Katharina Dolle im Finale über 200 Meter Schmetterling. „Da haben mich die Trainer, die neben mir standen, mit großen Augen angeguckt und mit dem Kopf geschüttelt“, sagt Seeger. Dolle drückte ordentlich aufs Gas, hatte nach den ersten 100 Metern schon zweieinhalb Längen Vorsprung. Im Ziel waren es knapp vier Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierte und die NRW-Meisterschaft für Dolle.
Den zweiten holte sie sich über die 100 Meter Schmetterling, in der zweitbesten Zeit, die sie jemals über diese Distanz geschwommen war. In 1:02,08 schlug sie an und war damit eine Sekunde schneller als ihre Konkurrentin auf dem Silberrang. Nach den Anstrengungen holte sie auch noch über die 50 Meter Schmetterling die Bronze-Medaille. Davon konnte auch Marius Schimnatkowski zwei mit nach Hause nehmen. Obwohl er mit einer Erkältung zu kämpfen hatte, kam er über die 50 und 100 Meter Rücken als Dritter ins Ziel.
Für besondere Freude bei Michael Seeger sorgten die Ergebnisse von Isabelle Wojtakowski und Angelina Stock. Erstere konnte als Jungjahrgang in der Altersklasse 2010/11 über die 100 und 200 Meter Rücken zweimal Bronze holen. Dabei unterbot sie ihre Bestzeiten jeweils um zwei respektive vier Sekunden. Aber auch Angelina Stock profitierte von einem reibungslosen Trainingslager. „Sie hatte einen kleinen Durchhänger, aber jetzt war sie über die 200 Meter Schmetterling gleich zwei Sekunden schneller“, sagt der SG-Trainer.
Neben Dolle und Schimnatkowski standen auch Patrick Arne über die 200 Meter Brust und Laeticia Lissok über die 200 Meter Rücken im Finale. Insgesamt platzierte die SG Gelsenkirchen so vier Athleten in zehn Endläufen. Das sei ein guter Zwischenstand, meint Seeger. Der Blick geht aber schon schnell wieder auf das nächste Highlight, die DM in Wuppertal. Dort werden die Gelsenkirchener aller Voraussicht nach mit zwölf bis 13 Aktiven antreten, die sich auf 21 Einzelstarts und fünf Staffeln verteilen werden. Vielleicht hält der Trainingslager-Effekt ja auch noch bis dahin an.
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