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Beinahe 50 Jahre ist diese Speisekarte aus dem alten WEKA-Café in Gelsenkirchen alt. Neben den Preisen ist vor allem eine Unterschrift bemerkenswert.
Das ist die Stadt Gelsenkirchen
Gelsenkirchen verbinden viele sofort mit dem FC Schalke. Doch die Stadt ist mehr als nur Fußball und Industrie. In diesem Video stellen wir dir sie vor.
50 Pfennig für ein Bier und sechs Deutsche Mark für ein „Zigeunerschnitzel“. Der 56 Jahre alte Beleg aus dem Ostrops-Hof in Gelsenkirchen (mehr dazu hier >>>) hat viele Menschen in Erinnerungen schwelgen lassen.
Viele Gelsenkirchener staunten über das historische Dokument. Einem von ihnen ist nun selbst eine alte Tageskarte aus dem Café des Westfalenkaufhauses („WEKA Erfrischungshaus“) in Gelsenkirchen in die Hände gefallen. Sie stammt aus dem Jahr 1968. „Zehn Jahre später war es schon etwas teurer“, wie der Mann, der nicht namentlich erwähnt werden möchte, feststellen muss.
So kostete damals im „WEKA Erfrischungshaus“ ein Bier (0,2 Liter Dortmunder Export) 85 Pfennig. Wohlgemerkt ein Dortmunder Bier. Angesichts der Rivalität zwischen Schalke und dem BVB heute wohl undenkbar.
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Ziemlich denkbar sind hingegen die Speisen, die das Café am 30. Juni 1978 zum Mittagstisch angeboten hatte.
Wie wäre es beispielsweise mit einem „Original Hamburger mit Ketchup, Gurke, Zwiebeln und Hacksteak“ für 2,95 DM? Oder einem „Großen Eierpfannkuchen mit Aprikosenkompott und Zucker“ für 4,95 DM. Oder doch das teuerste Gericht auf der Karte? „Kalbsschnitzel ‚Holsteiner Art‘ mit Spiegelei, Gemüse, pikanter Fischbeilage und Pommes frites“. Dafür wurden dann aber auch schon 12,95 DM fällig.
Dass das WEKA-Café seinerzeit eine solide Adresse war, zeigen nicht nur historische Bilder der Innenräume.
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Auch der gebürtige Gelsenkirchener erinnert sich an Besuche aus seiner Kindheit und erinnert sich noch bildlich an die Kapelle, die im Hintergrund Musik gemacht und den dicken Tabakrauch, der seinerzeit den Raum durchzogen hatte. Und dann wäre da noch die Unterschrift auf der ersten Seite der Tageskarte:
Es handelt sich um die Signatur der damals 11-jährigen Andrea Jürgens (†50), die an diesem Tag im WEKA-Erfrischungshaus mit ihrer Mutter zu Gast war. Ihr war kurz zuvor der Durchbruch mit dem Lied „Und dabei liebe ich euch beide“ gelungen, in dem sie die Situation nach einer Scheidung aus der Sicht eines Kindes besang. Die erfolgreiche deutsche Schlagersängerin starb 2017 an den Folgen eines akuten Nierenversagens.
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Ein weiteres historisches Dokument aus Gelsenkirchen, das den Glanz der alten Tage aus der Malocher-Stadt noch einmal hervorhebt. Das Kaufhaus selbst wurde 1995 aufgegeben. Heute beheimatet das alte WEKA-Karree unter anderem die Hauptverwaltung des Verkehrsverbundes Rhein Ruhr (VRR) und das Blutspendezentrum Gelsenkirchen.
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