Düsseldorfer Hauptbahnhof: Ordnungsamt zieht Schrott-Bus aus dem Verkehr – Fahrer für Deutsche Bahn unterwegs – Rheinische Post


Düsseldorf · Der Schrottbus aus Gelsenkirchen, der in Düsseldorf aus dem Verkehr gezogen wurde, war für den Schienenersatzverkehr der Bahn unterwegs. Der Fahrer sagte, er habe von den zahlreichen Mängeln nichts bemerkt.
Dieser Schrottbus wurde in Düsseldorf aus dem Verkehr gezogen
Dass der orangefarbene Bus am Düsseldorfer Hauptbahnhof nicht mehr fahrtüchtig war, fiel den Mitarbeitern des Ordnungsamtes am vergangenen Freitag sofort auf. Das Fahrzeug mit Gelsenkirchener Kennzeichen wies gravierende optische Mängel auf – der Fahrer will von alldem jedoch nichts mitbekommen haben. Der Bus wurde für den Schienenersatzverkehr der Deutschen Bahn und somit auch zur Personenbeförderung genutzt.
Defekte Klapptüren im mittleren Ausstiegsbereich, die sich nur noch manuell schließen ließen, eine defekte Gelenkverbindung zwischen dem vorderen und hinteren Teil des Busses, die derart zerstört war, dass sie über den Asphalt schleifte. Das waren die Mängel, die den Dienstkräften direkt auffielen.
Bei näherer Betrachtung stellten sie auch ein abgerissenes Stahlseil im Bereich des Unterbodens, eine abgerissene Verkleidungsstange unter der hinteren Karosserie im Motorbereich sowie mögliche Beschädigungen am hinteren Stoßdämpfer fest. Dazu kamen zahlreiche stark verrostete Stellen oder Teile, die nur mit Klebeband zusammengehalten wurden.
Dem Fahrer, der auf Nachfrage angab, die Schäden bisher nicht bemerkt zu haben, wurde die Weiterfahrt untersagt. Die beschädigten, aber sicherheitsrelevanten Bauteile wie Stoßdämpfer, Verkleidungsteile und Türen stellten eine erhebliche Gefährdung für die Sicherheit im Straßenverkehr dar. Die hinzugerufene Polizei nahm den Vorgang auf und stellte den Bus sicher. Durch ein Abschleppunternehmen wurde der Bus im Konvoi mit der Polizei abtransportiert.
Das Fahrzeug wird nun komplett auf technische Mängel untersucht. Den Fahrer und das Unternehmen erwartet ein Bußgeld, es wird geprüft, ob auch Verstöße gegen die Rechtsvorschriften für Fahrpersonal zutreffen.

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