Neues Riesen-Wandbild mit Gelsenkirchener Heimatmotiven – WAZ News


Redakteur Lokal
Gelsenkirchen. Nach einjähriger Arbeitszeit ist das Riesen-Wandbild auf der Grenze zwischen Schalke und Altstadt fertiggestellt. Es zeigt viele Heimatmotive.
Was verbinden hiesige Bürger eigentlich mit ihrer Heimatstadt? Eine Antwort auf diese Frage gibt ein neues Riesen-Wandbild. Dieses wurde Anfang 2025 fertiggestellt und ist nun an der Florastraße/Ecke Rheinische Straße im Stadtteil-Schnittpunkt von Schalke, der Feldmark und der Altstadt zu finden. Darauf sind nicht nur Tiere aus der „Zoom“-Erlebniswelt abgebildet, sondern auch das wunderschöne Musiktheater im Revier oder eine reviertypische Trinkhalle. Mehr Gelsenkirchen geht kaum!
Diese Graffiti-Mauer ist ein Ergebnis der Heimatwerkstatt Schalke. Seit April 2023 hatten das dort ansässige Stadtteilbüro und die städtische Stabsstelle „Zukunftspartnerschaft Wohnen“ unter der Beteiligung von Schalker Bürgerinnen und Bürgern eine Reihe von Workshops und Ideenbörsen durchgeführt. Und sie erarbeiteten dort unter dem Leitthema „Identifikation mit Deiner Stadt“, was die Menschen an ihrem Stadtteil und der näheren Umgebung besonders schätzen und was davon auf dem Wandbild verewigt werden sollte.
Die Stadt Gelsenkirchen hebt hervor, dass lokale Vereine und Initiativen an diesem offenen, generationsübergreifenden Arbeits- und Diskussionsprozess beteiligt gewesen seien. Im Rahmen dieser Treffen seien auch das Musiktheater im Revier und die „Zoom“-Erlebniswelt besichtigt worden, die beide auch als Kooperationspartner dieses Projekts fungiert hätten. Nicht nur Kinder und Jugendliche machten mit, sondern auch ältere Schalkerinnen und Schalker steuerten ihre Erinnerungen bei.
Auf der Suche nach einem Kreativkopf, der die gesammelten Ideen visuell umsetzt, wurde die Stadt schließlich beim Wittener Künstler Herr Choko fündig. „Er führte die Inhalte der Workshops in einem eindrucksvollen Entwurf mit hohem künstlerisch-gestalterischen Wert zusammen“, begründete die Stadt ihre Entscheidung. Dazu gehörte etwa eine Detailaufnahme des Schwammreliefs in „Gelsenkirchen Blau“ von Yves Klein, die das MiR-Foyer zieren, oder das Giraffen-Bild eines Kindes, das an einem der Workshops teilgenommen hatte.
Die insgesamt rund 80 Meter lange Betonmauer, die als „Leinwand“ für das Wandbild diente, wurde vom städtischen Referat Kultur ganz bewusst ausgewählt. Denn dort kämen tagtäglich nicht nur zahlreiche Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchenern vorbei, sondern auch etliche mit dem Auto oder Straßenbahn anreisende Pendlerinnen und Pendler. Somit erhält das Werk eine hohe Sichtbarkeit.
Ganz abgeschlossen ist es übrigens noch nicht: Auf der anderen Seite der Florastraße, direkt an der Einmündung zur Rheinischen Straße in Schalke, steht die Fertigstellung eines zweiten Mauer-Wandbildes laut Stadt ebenfalls kurz vor dem Abschluss. Insgesamt habe die Umsetzung rund ein Jahr an Zeit in Anspruch genommen.
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