Firma rätselt: Woher kommt eigentlich das „Müller Männchen“? – WAZ News


Gelsenkirchen. Gelsenkirchener Unternehmen stößt bei der Aufarbeitung der Firmengeschichte an Grenzen. Wissen die Menschen in der Stadt besser Bescheid?
Müller’s Mühle gehört zum Club der weit über Hundertjährigen. Da verschwindet manches Detail im Nebel der Geschichte. So auch bei dem Gelsenkirchener Traditionsunternehmen. Die einzige noch aktive Reismühle in Deutschland sucht den Ursprung ihres Markenzeichens: den Sack schleppenden „Willy“, auch „Müller Männchen“ genannt. „Wir setzen dabei auf die Schwarmintelligenz“, teilt der Lebensmittelspezialist mit Sitz im Gelsenkirchener Stadthafen mit. Heißt: Möglicherweise wissen es die Menschen aus der Stadt besser.
Den „Willi“ sieht ja fast jeder, der auf der A42 entlang fährt. Oder in einem Lebensmittelladen nach einem der Produkte des Marktführers im Bereich der Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen z.B.) sucht. Wer aber eigentlich der Grafiker war, der den Willi, entworfen hat, das ist nach Angaben des Unternehmens bislang ein „ungelöstes Rätsel“. Vielleicht weiß jemand aus einer alt eingesessenen Familie in Gelsenkirchen, ein Heimatforscher oder ein Historiker mit Spezialwissen in diesem Bereich mehr, so die Hoffnung des Betriebes.
Doch nicht nur das Rätsel um das Firmenlogo beschäftigt Müller‘s Mühle. Das Unternehmen würde zudem gerne mal ein ganzes Exemplar eines der Kochbücher in die Hand bekommen, von denen früher einige im Umlauf waren. Die Frage: Wer hat noch ein solches Exemplar daheim oder bei den Großeltern stehen?
Wer dazu weiterführende Informationen hat, kann sich an diese Adresse wenden: kfbrenner@sugarandspice.online, +49 (0) 69 / 58 00 981 10.
Bekannt ist das Unternehmen wegen seiner ungewöhnlichen Lagerstätten. Denn die Getreidesilos bestehen aus U-Boot-Teilen einer früheren Kesselfabrik mit Sitz in Bulmke. Während des Zweiten Weltkrieges wurden dort auch U-Boot-Druckkörper hergestellt. Nach Kriegsende erteilte die britische Militärregierung die Erlaubnis, übrig gebliebene U-Boot-Körper für den Bau von Getreidesilos weiterzuverwenden. So entstanden aus 76 U-Boot-Teilen 40 Meter hohe Silos mit einem Fassungsvermögen von zwei Millionen Kilogramm Getreide.
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Mit einer Produktionskapazität von über 120.000 Tonnen jährlich ist Müller‘s Mühle in Deutschland nicht nur „mit einem Anteil von über 30 Prozent“ Marktführer im Bereich der Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen z.B.), sondern gehört nach Unternehmensangaben mit zu den bedeutendsten Reis-Veredlern in Europa. Umsatz: etwa 60 Millionen Euro jährlich. Und: Nahezu bei allen großen Supermärkten und Discountern stehen die Produkte der Gelsenkirchener im Regal.
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Zu Müller‘s Mühle gehört auch die Aurora Mühlen GmbH, die sich unter anderem um das Markengeschäft für Mehl kümmert. Als hundertprozentige Tochter von „GoodMills“ übernehmen die Gelsenkirchener an der Stelle den Vertrieb des von der Muttergesellschaft hergestellten Mehls an den Lebensmitteleinzelhandel. Umsatz: etwa 80 Millionen Euro pro Jahr.
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