ADHS bei Kindern: So wird Eltern aus Gelsenkirchen geholfen – WAZ | Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Gelsenkirchen. In Gelsenkirchen ist die Zahl der ADHS-Diagnosen zuletzt deutlich angestiegen. Doch nun gibt es Unterstützung für Eltern mit betroffenen Kindern.
In Gelsenkirchen und vielen anderen Städten steigt die Zahl der Kinder, bei denen eine Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) diagnostiziert wird. Die Gründe dafür sind vielfältig: Neben genetischen Faktoren spielen auch Umweltbedingungen, familiäre Strukturen und schulische Herausforderungen eine Rolle. Besonders in sozial belasteten Stadtteilen zeigen sich die Symptome häufig ausgeprägter. Eltern stehen dann oft vor großen Herausforderungen und fühlen sich im Umgang mit ihren Kindern unsicher.
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Um betroffene Familien zu unterstützen, bietet die AOK Nordwest einen kostenfreien Online-Elterntrainer an. Dieses Selbsthilfeprogramm richtet sich an Eltern von Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren, die Anzeichen von ADHS zeigen oder generell ein herausforderndes Verhalten haben.
Die Inhalte des Programms gliedern sich in verschiedene Module: Neben Strategien zur Lösung von Verhaltensproblemen und dem Aufbau einer positiven Eltern-Kind-Beziehung werden auch Aspekte wie Selbstfürsorge und grundlegendes Wissen über ADHS vermittelt. „Mit unserem ADHS-Elterntrainer können Eltern den richtigen Umgang mit ihrem betroffenen Kind lernen und dadurch ihre Erziehungskompetenz erweitern“, erklärt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.
Da die Symptome von ADHS sehr unterschiedlich ausfallen können – manche Kinder haben vor allem Konzentrationsprobleme, andere sind besonders impulsiv oder hyperaktiv – ist auch die Diagnosestellung komplex. Fachärzte und Therapeuten setzen dabei auf umfassende Gespräche mit Eltern und Kind sowie auf spezielle Tests. Die Kosten für die Diagnose übernimmt in der Regel die Krankenkasse.
Besonders in Städten wie Gelsenkirchen, wo laut aktueller Statistik die Zahl der ADHS-Diagnosen steigt, kann ein solches Unterstützungsangebot eine wichtige Ergänzung für betroffene Familien sein. Doch auch Eltern von Kindern ohne gesicherte Diagnose profitieren von den vermittelten Methoden, um typische Alltagssituationen – etwa Wutanfälle, Unruhe oder exzessiven Medienkonsum – besser zu meistern. „Unser Elterntraining kann helfen, wenn der Alltag mit dem Kind schwierig ist oder ADHS-Symptome zunächst nur vermutet werden“, so Kock.
Das Online-Training der AOK (adhs.aok.de) steht allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung, unabhängig von einer Mitgliedschaft. Es kann zeitlich flexibel genutzt werden und bietet Eltern praxisnahe Hilfestellungen, um den Alltag mit einem herausfordernden Kind besser zu gestalten.
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