
Gelsenkirchen. Gleich vier Gelsenkirchener Basketball-Teams spielen in der kommenden Saison in der Landesliga. Ein Neuling nimmt sich direkt den nächsten Aufstieg vor.
Eine Liga innerhalb einer Liga bietet noch einmal einen besonderen Reiz. Wenn Mannschaften nicht nur durch ihre Stadt, sondern auch noch durch ihre Liga miteinander verbunden sind, verspricht das einiges. Derbys en masse, kurze Anreisen, aber eben auch einen inoffiziellen Titel: Wer ist die beste Mannschaft der Stadt? Diesen Titel können in der kommenden Saison die Gelsenkirchener Basketballer untereinander ausspielen.
Sollte sich nicht viel an der Liga-Zuordnung ändern, spielen gleich vier GE-Teams in der Landesliga gegeneinander: Der FC Schalke 04 I als Absteiger aus der Oberliga, die CSG Bulmke und der FC Schalke 04 II, sowie als Aufsteiger aus der Bezirksliga YEG Hassel.
Für YEG Hassel ist die Aufgabe klar: „Wir wollen die Besten in Gelsenkirchen sein. In dieser Liga geht es auch ums Prestige“, sagt Abteilungsleiter Bugra Burucu. Als Meister der Bezirksliga und Aufsteiger wollen sie sich nicht verstecken. „Unser Ziel ist noch mal der Aufstieg“, meint Burucu. Dass sie sich da mit den Landesliga-erfahrenen Teams des FC Schalke 04 und CSG Bulmke messen müssen, ist kein Problem für sie. „Ganz nach oben fehlt kein großes Stück mehr.“
Dort beendeten auch Schalke II und Bulmke ihre Saison. Die Königsblauen Basketballer liefen am Ende auf dem zweiten Platz ein. So konnten sie der nominell ersten Mannschaft keine Schützenhilfe liefern, die so aus der Oberliga wieder in die Landesliga abstieg. Bulmke schaffte es ebenfalls in die Top fünf der Landesliga. Mit dem vierten Platz haderte Stefan Szafranski aber.
„Das Commitment in der Mannschaft hat nicht gefehlt, aber man muss im Training eben da sein.“
„Die Frage, ob wir mit der Saison zufrieden sind, stelle ich mir schon länger“, sagt er. „Wir haben noch das Beste herausgeholt.“ Schon die Vorbereitung lief nicht gut. Die Trainingsbeteiligung ließ da oft zu wünschen übrig. „Dadurch konnten wir unser neues Spielsystem nicht gut einstudieren. Das hat dann mehr Zeit gebraucht“, erklärt Szafranski. Mit fünf Niederlagen aus den ersten sechs Spielen war der Zug in Richtung Top drei längst abgefahren. „Das Commitment in der Mannschaft hat nicht gefehlt, aber man muss im Training eben da sein.“
Wie der Bulmker Kader in der kommenden Saison aussehen wird, kann Szafranski noch nicht beurteilen. „Wir haben jetzt fünf Monate Pause. Das ist viel Zeit. Private Gründe bei den Spielern werden zeigen, mit welchem Gesicht wir in die Saison gehen können“, sagt er. Je nachdem werde sich die CSG neue Saisonziele stecken. Sollte ein Umbruch erfolgen, könnten sie etwas nach unten korrigiert werden.
YEG Hassel peilt indes ja die obersten Tabellenregionen an. „Ich bin zuversichtlich, dass wir oben mitspielen werden“, sagt Burucu. „Wir hatten schon Testspiele gegen Landes- und Oberligateams und haben da gut abgeliefert.“ Eigentlich hätte der Klub schon in der Saison 2023/24 aufsteigen können. Doch ein Formfehler verhinderte das. Ein Spieler kam zum Einsatz, obwohl er nicht spielberechtigt gewesen war. „Da hat ein Häkchen im Spielbericht gefehlt“, erklärt Burucu geknickt. „Dadurch wurde uns das Spiel aberkannt.“
Mit neuem Elan, ohne Fehler und mit nur einer Niederlage meisterten sie den Aufstieg nun aber ohne Probleme. „Wir hatten damit gerechnet“, sagt Burucu. Nun gilt es, den Kader auf die kommende Saison vorzubereiten. „Wir haben schon einige Neuzugänge, wollen aber auch noch Spieler heranholen“, erklärt er. „Durch den Aufstieg haben jetzt auch schon mehrere Anfragen. Das ist ein schönes Extra, dass sich Spieler bei uns melden.“
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