
Redakteur Lokal
Gelsenkirchen-Hassel. Am 28. Juni ist die Zeche Westerholt im Gelsenkirchener Norden wieder ein Schauplatz der „Extraschicht“. Dieses Programm erwartet die Besucher.
Am 28. Juni ist es wieder so weit: Die Neue Zeche Westerholt wird zum dritten Mal zum Schauplatz der „Extraschicht“, der Nacht der Industriekultur. Zwischen 18 Uhr und 2 Uhr nachts erwartet Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Programm auf dem Gelände der stillgelegten Zeche an der Egonstraße – gelegen auf Gelsenkirchener und Hertener Stadtgebiet. Historische Gebäude wie Kaue, Lampenstube, Schwarzkaue oder Lohnhalle werden dabei zur Bühne für Kunst, Musik, Performance und urbane Erkundung.
Führungen über das Gelände und durch die angrenzende Meistersiedlung starten alle 30 Minuten ab 18.30 Uhr – organisiert vom Stadtteilbüro Hassel.Westerholt.Bertlich. Innenräume und Höfe werden zur Ausstellungsfläche für Künstlerinnen und Künstler aus der Region. In der Lohnhallen-Galerie zeigt Anke Grau Fotografien von Landmarken und Natur, Adnan Kassim präsentiert Neon-Street-Art, Gila Czerny und Nabs widmen sich dem „Urban Sketching“. Tanja Leifeld interpretiert starke Frauen auf Papier und Acryl, Martin Schmüdderich dokumentiert fotografisch den Wandel der Zeche. Historische Baupläne des Architekten van der Sandt vermitteln im Duschbereich Einblicke in die Geschichte des Ortes.
Besondere Installationen finden sich etwa in der Schwarzkaue, wo Origami-Kraniche von Chiara Dahlem das Ende des Bergbaus thematisieren. In der Unternehmerkaue verwandelt Jan Gerlings Installation „Sigma II“ den Raum mithilfe von Sensorik in ein interaktives Kunstwerk. Zudem informiert die Ausstellung „Kreis statt Krise“ über nachhaltige Kreislaufwirtschaft – ein zentrales Thema des Areals.
Für sinnliche Eindrücke sorgt auch das Bühnenprogramm. Auf mehreren Bühnen im Kauenhof, Weingarten, in der Schwarz- und Weißkaue reicht das musikalische Spektrum von Klassik (Ensemble Ruhr, Ruhrkohlechörchen) über Rock (DieBänd!, Hitshot), R’n’B und Soul (Nina Hahn & F.O.C.) bis hin zu Comedy mit Frannek, den „Palleks“ oder dem „Pottfluencer“. Artisten des Circus Schnick Schnack bieten Feuer- und Luftartistik – Walkacts und Parcours-Shows der „Urban Tracers“ runden das Live-Erlebnis ab.
Ein Höhepunkt erwartet das Publikum gegen Mitternacht: Die Show „Im Takt der Zeche“ verbindet Freerunning, Feuerkunst und Musik zu einem Spektakel, das die Industriearchitektur in eine eindrucksvolle Kulisse verwandelt.
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Für das leibliche Wohl sorgen Stände mit Streetfood, Waffeln, Cocktails und mehr. Tickets gibt es online, an Vorverkaufsstellen und am Veranstaltungstag vor Ort – inklusive ÖPNV-Nutzung. Wer nur die Neue Zeche besuchen möchte, kann vor Ort ein vergünstigtes Spielort-Ticket erwerben.
Darüber hinaus ist in diesem Jahr wie berichtet neben dem Nordsternpark auch die Kampfbahn Glückauf ein Spielort der Extraschicht.
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