Festival: Stadt Gelsenkirchen verbietet Gewalt-Songs – WAZ | Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Redakteur Lokal
Gelsenkirchen-Feldmark. Am Wochenende findet im Gelsenkirchener Revierpark das „Rebellische Musikfestival“ statt. Im Vorfeld gibt es Ärger um eine türkische Band.
An diesem Wochenende findet im Revierpark Nienhausen das „Rebellische Musikfestival“ statt, Veranstalter ist ein Organisationskreis, der der MLPD nahesteht. Für Samstagvormittag haben die Organisatoren eine Demonstration angekündigt, das Motto lautet „Solidarität mit Gaza! Kein Fußbreit den Faschisten! Für eine sozialistische Jugendbewegung!“ Start ist um 10 Uhr am Freibad im Revierpark Nienhausen.
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Im Rahmen des Festivals soll auch die türkische Gruppe „Grup Yorum“ auftreten. Im Vorfeld hatte ein Schreiben des Referats Sicherheit und Ordnung an die Organisatoren bei diesen für Aufregung gesorgt. „Grup Yorum“ ist eine bereits 1985 gegründete Band aus Istanbul, die für ihre politischen Texte bekannt ist und der extremen Linken in der Türkei zuzurechnen ist. Nach der Erkenntnis deutscher Behörden steht die Gruppe der in Deutschland verbotenen Partei DHKP-C nahe.
Bei dem Schreiben der Stadtverwaltung handelt es sich nach Angaben des Stadtsprechers um eine „Anhörung zum beabsichtigten Erlass einer Ordnungsverfügung zum Verbot jeglicher Betätigung zu Gunsten der in Deutschland verbotenen Vereinigung DHKP-C und der Darbietung einiger besonders gewaltverherrlichender Lieder der Band Grup Yorum“. Das heißt: Sollten entsprechende Lieder gespielt werden, drohen den Veranstaltern Geldstrafen in Höhe von 10.000 Euro.
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Die Organisatoren des Festivals sehen in dem Schreiben eine Form von „Zensur“ und sehen sich durch die Behörden „kriminalisiert“. Bereits 2021 hatte das Ordnungsamt der Stadt der „Grup Yorum“ beim damaligen Musikfestival untersagt, bestimmte Lieder zu spielen.
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