Eklige Schultoiletten? So könnten alle WCs sauberer werden – WAZ


Redakteurin Lokal
Gelsenkirchen. Bauchschmerzen, weil Kinder sich nicht zum Klo trauen? Marode, verschmutzte WCs? Gelsenkirchens Problem mit Schultoiletten: Was nun helfen soll.
Es ist ein leidiges und vor allem andauerndes Thema, das sämtliche Schulformen in Gelsenkirchen betrifft: Schultoiletten, gerne mal in schlechtem Zustand, sowohl was den baulichen als auch den hygienischen Aspekt angeht. Häufig werden die WCs in den Schulen dieser Stadt Ziel von Vandalismus, dabei gehen die Schäden mitunter so weit, dass ganze Anlagen mitsamt der Trennwände zerstört werden. Nun soll Schluss damit sein – in der Hoffnung, dass sich viele Schulen beteiligen: Die Stadtschulpflegschaft ruft gemeinsam mit der Stadt zum ersten großen „Schultoilettenwettbewerb“ auf. Und wirklich alle Schulen dürfen mitmachen.
„Die Gestaltung und Nutzung ist von Schultoiletten ist ein wichtiges Thema für das tägliche Wohlbefinden an unseren Schulen“, heißt es in dem Schreiben, das jüngst an alle Schulleitungen und Vorsitzenden der Schulpflegschaften rausging. Ausgegebenes Ziel des Wettbewerbs soll sein, die Schul-WCs „gemeinsam mit der gesamten Schulgemeinschaft zu verschönern und allen am Schulleben Beteiligten in Zukunft hygienisch und optisch den Toilettengang zu erleichtern.“
Ein Punkt, den wohl viele Eltern kennen und auf den auch die Stadtschulpflegschaftsvorsitzende, Daniela Isopp, verweist „Wir wollen ein Zeichen setzen, in so vielen Gesprächen, die wir führen, geht es immer um die Toilettenproblematik. Es kann nicht sein, dass die Kinder mit Bauchschmerzen nach Hause kommen, weil sie sich den ganzen Schultag nicht zur Toilette trauen.“ Daniela Isopp sieht auch dieses Problem: „Außer Renovieren kann die Stadt nichts machen.“
Warum also dann nicht die fragen und beteiligen, die es angeht? Denn eins ist klar: „Wir möchten erreichen, dass sich die Schülerinnen und Schüler mit den von ihnen gestalteten Toiletten identifizieren, eine Verbindung zu ihnen aufbauen“, erklärt Isopp. In dem Aufruf, sich am Wettbewerb zu beteiligen, steht demnach auch definiert, warum die Schüler mitmachen sollten: Etwa, weil sie der Zustand der eigenen Toilettenanlage an der Schule schon lange stört. Oder weil durch genau diese Aktion das Miteinander gefördert und die Eigenverantwortung innerhalb der Schulgemeinschaft gestärkt werden. Oder weil die Kinder und Jugendlichen so einen Ort gestalten können, der „sauber, einladend und würdig“ ist.
Was sie mit ihren Schultoiletten machen, wie sie sie gestalten, egal ob mit Duftkonzepten, neuen Lichtideen oder vielleicht sogar einem selbst entwickelten Toiletten-Knigge: der Fantasie sollen keine Grenzen gesetzt sein. Hauptsache, der Ekel-Ort wandelt sich zum Wohlfühl-Platz.
Zu gewinnen gibt es auch etwas: Die ersten zehn angemeldeten Schulen bekommen eine finanzielle Förderung von je 400 Euro zur Umsetzung ihrer Ideen. Die Schule, die die Jury mit ihrem Toiletten-Konzept am meisten überzeugt, wird mit einem Sonderpreis in Höhe von 1000 Euro belohnt. Bewertungskriterien sind: Sauberkeit, Kreativität, Beteiligung der Schulgemeinschaft und Umsetzbarkeit des Konzepts.
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Anmeldeschluss ist Freitag, 11. Juli. Die Frist, das Konzept einzureichen, endet am 26. September, die Fertigstellung soll bis zum 19. Dezember, dem letzten Tag vor den Weihnachtsferien, erfolgen. Die Anmeldung ist per E-Mail möglich unter info@stadtschulpflegschaft-ge.de (darüber gibt es auch weitere Infos).
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