
Ltr. Lokal-Redaktion
Gelsenkirchen. Steffi Jones wurde in den S04-Aufsichtsrat berufen. Dass sie eine Frau ist, bringt manchen Fan auf die Palme. Das ist erbärmlich, sagt Sinan Sat.
Der seit Jahren krisengebeutelte FC Schalke 04 hat ein neues Aufsichtsratsmitglied. Die frühere Nationalspielerin und -Trainerin Steffi Jones komplettiert das elfköpfige Kontroll- und Entscheidungsgremium. Ihre Berufung ist eine Überraschung, zumal Jones in den vergangenen Jahren nicht allzu oft auf Schalke zu sehen war. Noch vor wenigen Tagen erklärte die überzeugte Wahl-Gelsenkirchenerin gegenüber der WAZ Gelsenkirchen sogar noch: „Ich bin heute nicht mehr in offizieller Funktion im Sport unterwegs, daher genieße ich die Rolle als Fan und Unterstützerin aus dem Hintergrund“.
Dass die Verwunderung über die Berufung von Steffi Jones bei vielen Fans groß war, kaum dass die Nachricht am Dienstagabend in den sozialen Medien die Runde machte, ist daher völlig verständlich. Und viele kommentierten die Meldung auch wohlwollend, heißen sie willkommen und sind gespannt darauf, wie gut Steffi Jones den Königsblauen bei sportlichen Fragen weiterhelfen wird.
Demgegenüber stehen aber leider auch zahlreiche sexistische und dämliche Kommentare von Männern, die offensichtlich ein Problem darin sehen, dass Jones eine Frau ist.
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„Als nächstes bekommt Schalke noch eine Frau als Trainer. Was ist aus Schalke geworden?“, heißt es etwa und „Eine Frau? Wie tief will Schalke noch sinken?“ oder „Sie ist eine Frau, das ist ihre Qualifikation“. Diese unqualifizierten und steinzeitlichen Einlassungen bleiben in den blau-weißen Fan-Foren zwar glücklicherweise nicht unerwidert, treiben dem Leser aber dennoch die letzte Mahlzeit wieder hoch. Erbärmlich einerseits und beruhigend andererseits, dass dieser Schwachsinn in Schalker Kreisen nicht unwidersprochen bleibt.
Bleibt nur noch Steffi Jones, einer wahrlich beeindruckenden, starken Gelsenkirchenerin, stets ein glückliches Händchen zu wünschen. Schalke kann es gut gebrauchen!
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