RWE-Fans anwesend: Stürmten Schalke-Anhänger eine Privatfeier? – WAZ


Nächtlicher Sturm einer Privatfeier in Gelsenkirchen-Rotthausen: Wie die Polizei berichtet, hat es in der Nacht auf Sonntag eine Attacke einer größeren Gruppe auf ein Vereinsheim an der Straße Auf der Reihe gegeben. Dort wurde seit Samstagabend eine Fete gefeiert, als zu später Stunde plötzlich rund 30 unbekannte Personen in die Räumlichkeiten eingedrungen seien und die Gäste teils körperlich attackiert hätten.
Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge, spielt beim Tatmotiv wohl die große Rivalität zwischen den Fußballanhängern von Schalke 04 und Rot-Weiss Essen eine zentrale Rolle.
Es war laut Polizeibericht um 2.38 Uhr, als die Privatfeier von den ungebetenen Gästen „gesprengt“ wurde. Die eingedrungenen Täter zerschlugen laut Schilderungen von Zeugen nicht nur Mobiliar, sondern griffen einige der Gäste auch körperlich an. Anwesende sagten gegenüber der Polizei aus, dass die Täter mehrfach „Scheiß Essener“ geschrien hätten. Die Ermittlungen der Polizei vor Ort brachten schnell zum Vorschein, dass zur Party-Gesellschaft auch mehrere Fans des Fußball-Drittligisten RWE gehörten.
Zudem gaben Zeugen an, dass sie bei einigen der Angreifer Tattoos erkennen konnten, die den Verdacht nahelegen, dass sie zur organisierten Fanszene des FC Schalke 04 gehören. Laut Polizei sei bei diesem Übergriff aber niemand verletzt worden. Die Polizei hat nun Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs aufgenommen und sucht Zeugen. Hinweise zu den Vorfällen und zur Identität möglicher Täter werden erbeten unter den Nummern: 0209 365 7512 oder 0209 365 8240.
Bereits am Abend zuvor hatte es eine körperliche Auseinandersetzung zwischen Personen der gewaltsuchenden Fanszenen aus Gelsenkirchen, Dortmund und Köln in Dortmund gegeben. Ob die beiden Taten in Zusammenhang stehen oder die Tatverdächtigen teilweise dieselben sind, sei nun Gegenstand der Ermittlungen, erklärte die Polizei am Sonntag.
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Gelsenkirchens Polizeipräsident Tim Frommeyer verurteilt die Angriffe: „Völlig egal, ob in Dortmund oder Gelsenkirchen: Wer meint, dass Gewalt zum Fußball gehört, ist kein Fan, sondern ein Straftäter. Wir als Polizei werden konsequent gegen Chaoten und Schläger vorgehen. Dieses Verhalten schadet dem Fußball. Das muss und wird bestraft werden.“
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