Lichtkunstfestival Gelsenkirchen: Kontroverse um AfD-kritische Kunst – WDR


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Lokalzeit Ruhr 01.10.2025 02:33 Min. Verfügbar bis 01.10.2027 WDR Von Rainer Kuka
Stand: 01.10.2025, 11:01 Uhr
Im Zuge des diesjährigen Lichtkunstfestivals „Goldstücke“ in Gelsenkirchen gibt es Streit um ein AfD-kritisches Kunstwerk. Die Stadt Gelsenkirchen möchte das Kunstwerk nicht ausstellen, die Künstlerin spricht jetzt von einem Eingriff in die Kunstfreiheit und plant, rechtliche Schritte einzuleiten.
Wenige Tage bevor am 2. Oktober in Gelsenkirchen das Lichtkunstfestival „Goldstücke“ startet, gibt es Streit um ein AfD-kritisches-Kunstwerk. Die Stadt Gelsenkirchen möchte die Arbeit einer Künstlerin aus dem Saarland nicht ausstellen, die Künstlerin selbst spricht in einem Interview mit dem SR von einem Eingriff in die Kunstfreiheit und plant, rechtliche Schritte einzuleiten.
Nach Angaben der Stadt Gelsenkirchen verstehe sich das Kunstfestival „als offener, gemeinschaftlicher Raum für die Menschen in Gelsenkirchen und Umgebung.“
In einer schriftlichen Stellungnahme heißt es weiter: „Arbeiten, die sich gezielt mit einer Partei auseinandersetzen und damit parteipolitisch zentriert sind, sind für den Kontext der Goldstücke ungeeignet.“ Daher sei die Künstlerin von der Stadt darüber informiert worden, dass ihre Installation nicht ins diesjährige Konzept passe.
Bei der betreffenden Lichtinstallation „Hallender Hass“ werden AfD-Zitate in einem roten Raum an die Wände projiziert und auf Fernsehern Bilder rechter Gewalt abgespielt. Dabei gehe es nach Angaben der Künstlerin um die Normalisierung rechter Rhetorik.
Kritische Kunst müsse Raum haben, auch wenn sie auf politische Debatten Bezug nimmt, so die Künstlerin, die an der Hochschule der Bildenden Künste in Saarbrücken studiert hat. Sie sieht in der Absage der Stadt daher einen Eingriff in die Kunstfreiheit.
WDR Studios NRW 01.10.2025 00:44 Min. Verfügbar bis 01.10.2027 WDR Online
Ursprünglich sollte eine ganze Gruppe von Studierenden der Saarbrücker Kunsthochschule am Gelsenkirchener Lichtkunstfestival teilnehmen. Die Gruppe hat ihre Teilnahme jetzt aber geschlossen abgesagt. Damit reagieren die Mitstudierenden auf den Ausschluss ihrer Kommilitonin. Die Stadt teilt daraufhin schriftlich mit, dass man „gerne die weiteren Arbeiten der Gruppe im Rahmen der Goldstücke präsentiert“ hätte.
Die Künstlerin von „Hallender Hass“ plant jetzt, rechtliche Schritte gegen die Stadt Gelsenkirchen einzuleiten.
Bei der Stichwahl am Sonntag standen sich im finalen Entscheid um das Amt des Oberbürgermeisters die Kandidaten von SPD und AfD gegenüber. Zwischenzeitlich stellte die AfD außerdem beide Vorsitzenden des städtischen Kulturausschusses.
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