
Diese Aktion ist aus der Vorweihnachtszeit schlicht nicht mehr wegzudenken: In Gelsenkirchen werden wieder Wunschbäume aufgestellt – während der Wunschbaumaktion, die die WAZ gemeinsam mit der Caritas, der Ludgeri-Apotheke und dem Toom-Baumarkt nun zum bereits sechsten Mal auflegt. Die Aktion, bei der Seniorinnen und Senioren pünktlich zum Fest mit einer kleinen Aufmerksamkeit bedacht werden, ist 2020 ins Leben gerufen worden – und erfreut sich nicht nur steigender Beliebtheit, sondern hat sich bei vielen Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchenern mittlerweile fest etabliert. Start in diesem Jahr ist am 1. Dezember.
Vor zwei Jahren waren das Liebfrauenstift an der Franz-Bielefeld-Straße 42 und die Emscher-Apotheke in der Resser Mark (Im Emscherbruch 84) als Standorte der Wunschbäume neu hinzugekommen, weitere Bäume stehen wie gewohnt in der Ludgeri Apotheke an der Düppelstraße 19 in Buer und im Toom Baumarkt an der Sperberstraße 21a in Erle.
Die Erfahrung habe gezeigt, dass das Aufstellen eines solchen Wunschbaumes auch in einer Pflegeeinrichtung für ältere Menschen „wirklich wunderbar funktioniert“, berichtete Nina Jäger, Fachbereichsleitung der ambulanten Pflege der Caritas und Initiatorin der Wunschbaum-Idee, zuletzt auf Nachfrage der Redaktion. Grundsätzlich erlebt Jäger die Aktion als durchweg positiv: „Wir waren schon im ersten Jahr total überwältigt, wie viel Zuspruch es gegeben hat. Das war und ist wirklich schön.“
Die Inhaberin der Ludgeri- und der Emscher-Apotheke, Mina Becker hatte vergangenes Jahr erfreut festgestellt, dass ihre Kundinnen und Kunden bereits Wochen vor dem Start der Aktion Nachfragen stellten – „und es ebbt nicht ab“, so Becker damals. Die Menschen würden aktiv auf sie und ihr Team zukommen, vielen sei es einfach eine Freude und ein Anliegen, Gutes zu tun. Und Mina Becker sagt auch: „Dass die Spendenbereitschaft gerade in Gelsenkirchen so hoch ist, obwohl es den Menschen teilweise nicht so gut geht, da kommen mir fast immer die Tränen. Vor allem, wenn ich die Wünsche sehe, wie bescheiden sie sind.“
Tatsächlich: Zuletzt ging es bei den Wünschen nicht um Außergewöhnliches, sondern um die einfachsten Dinge: So wünschten sich die Senioren beispielsweise einen Pullover, eine Jogginghose oder eine Bluse. Auch Körperpflege-Produkte stehen immer wieder ganz oben auf der Wunschliste einiger Senioren und manchmal auch einfach nur ein Päckchen Kaffee.
Wer die Aktion noch nicht kennt: Die Senioren und hilfsbedürftigen Menschen, die im Liebfrauenstift, in der ambulant betreuten Demenz-Wohngemeinschaft an der Pfefferackerstraße leben und auch die, die von den drei ambulanten Pflegediensten der Caritas in Mitte, Buer und Resse betreut werden, können auf insgesamt 500 vorgefertigten Karten – Start war 2020 noch mit 195 Karten – ihre Wünsche schreiben. Der Wert der jeweiligen Geschenke sollte 20 Euro nicht überschreiten.
Die ausgefüllten Wunschzettel werden dann an die Wunschbäume in Buer, Erle, Schalke und der Resser Mark gehängt. Und jeder, der sich beteiligen möchte, kann dann einen solchen Wunschzettel abnehmen, den Wunsch erfüllen und an den vier Wunschbaum-Standorten wieder abgeben. Dabei ist wichtig, dass die Geschenke nicht eingepackt werden, eine Geschenk-Tüte ist hierfür völlig ausreichend. Für eine richtige Zuordnung muss dann nur noch der Vorname der oder des Beschenkten und das Alter daran geheftet werden.
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Wer einen Wunsch erfüllen möchte, der sollte allerdings schnell sein: Die Erfahrung aus den vergangenen Jahren hat gezeigt, dass die Wunschzettel begehrt und schnell vergriffen sind. Die Geschenke müssen bis Montag, 15. Dezember, abgegeben werden – „damit wir noch die Möglichkeit haben, sie pünktlich bis zum Weihnachtsfest zu verteilen“, so Nina Jäger.
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