
Es werden immer neue Details zu dem Raub in Gelsenkirchen bekannt. Nun äußeren sich auch Vertreter der Bank – und bitten um Entschuldigung.
Nach dem spektakulären Raub in einer Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen haben sich Vertreter der Bank geäußert. Wie Pressesprecher Frank Krallmann vor Medienvertretern erklärte, tue der Sparkasse der Vorfall "unendlich leid".
Gleichzeitig überbrachte er den Bankkunden eine Hiobsbotschaft: Besitzer von Schließfächern sollten davon ausgehen, dass auch sie Opfer des Raubes geworden sind. Wie die Sparkassen-Filiale auf ihrer Website schreibt, seien von den Tätern mehr als 95 Prozent der Schließfächer aufgebrochen worden.
Der Banksprecher erklärte, dass sich die Täter Zugang über Archivbereiche der Sparkasse verschafft hätten. Fragen dazu, inwieweit der Raub durch Nachlässigkeiten der Sparkasse ermöglicht worden wäre, wich er aus.
Den Einbruch in die Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer hatten Einsatzkräfte am frühen Montagmorgen entdeckt. Nach jetzigem Kenntnisstand drangen die Täter durch mehrere Türen in die Bank ein – schließlich arbeiteten sie sich mit einem Spezialbohrer in den Tresorraum der Bank vor.
Die Beutetour in der Bankfiliale zog sich möglicherweise über Tage hin: Zeugen beobachteten in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehrere Männer mit großen Taschen im Treppenhaus eines angrenzenden Parkhauses. Videokameras in dem Parkhaus erfassten am Montagmorgen zudem einen hochmotorisierten schwarzen Wagen – mit maskierten Insassen.
Wie Krallmann erklärte, bietet die Sparkasse an, für die Kunden Anzeige bei Polizei zu erstatten. Werte bis zu 10.300 Euro seien durch die Versicherung der Bank abgesichert, die Kunden müssten dafür den Inhalt ihrer Schließfächer belegen.
Krallmann entschuldigte sich zudem für die verzögerte Kommunikation der Sparkasse: Am Montag hatte sich vor der Bank zeitweise ein Pulk aus etwa 200 Kunden versammelt, die Auskunft darüber verlangten, ob ihre Schließfächer auch von dem Raub betroffen seien. Dass sich die Sparkasse erst jetzt an die Kunden wende, liegt laut dem Pressesprecher an den Arbeiten der Polizei. Bevor sich die Bankvertreter einen Überblick über die Situation verschaffen konnten, habe erst die Spurensicherung abgeschlossen werden müssen.
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