Gelsendienste ziehen Silvester-Bilanz: 150 Mülleimer durch Böller zerstört – WAZ | Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Die Feierlichkeiten rund um den Jahreswechsel haben im Gelsenkirchener Stadtbild leider auch wieder Spuren der Zerstörung zurückgelassen. „Rund 150 unserer Mülleimer wurden so schwer beschädigt, dass wir sie austauschen müssen“, erklärte Tobias Heyne, der Sprecher der Gelsendienste, am Freitag auf WAZ-Anfrage. Die Schadenssumme liege laut ersten Schätzungen bei mindestens knapp 25.000 Euro.
Die ersten Sonderteams der Gelsendienste hatten sich am Neujahrsmorgen bereits um 6 Uhr auf den Weg durchs Stadtgebiet gemacht, um die aus Verkehrssicht neuralgischen Punkte zu kontrollieren. Dabei handelt es sich vornehmlich um die Hauptverkehrsstraßen oder zentrale Kreuzungen. „Hier haben die eingesetzten Kollegen den gröbsten Dreck händisch beseitigt“, schildert Heyne.
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Dazu hätten vor allem sogenannte Batterien gezählt. Diese Feuerwerksartikel, bei denen nur einmal gezündet werden muss, um zahlreiche Effekte nacheinander auszulösen, seien inzwischen so beliebt und weit verbreitet aufgestellt wie noch nie zuvor. Das Problem: Sie sind oft zu voluminös, um im Nachgang von den normalen Kehrmaschinen der Gelsendienste beseitigt werden zu können. Daher das mühsame Auflesen per Hand.
Grundsätzlich müssten das aber eigentlich diejenigen erledigen, die das Feuerwerk in der Silvesternacht auch gezündet hatten, denn laut Heyne gelte hier eindeutig das Prinzip: Wer Müll verursacht, der hat diesen auch zu entsorgen. „Das machen zum Glück zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in Gelsenkirchen erfahrungsgemäß auch“, berichtet Heyne mit Blick auf die vergangenen Jahre.
Vor allem auf den Straßen zurückgelassene Flaschen, die als Abschussrampen für die Silvesterraketen dienten, seien echte Gefahrenherde, warnt Heyne. Auch hier bitten die Gelsendienste alle Anwohner um Wachsamkeit und Mithilfe bei der Entsorgung. Ausgebrannte Raketen, Böller und Batterien gehören in den Restmüll, die Plastikverpackungen müssen in der gelben Tonne landen und Flaschen im Glascontainer.
Besonders ärgerlich sei die Zerstörungswut einiger Unbelehrbarer gewesen, bilanziert Heyne: Sie hätten Böller in die öffentlichen Mülleimer geworfen, die befestigt an Straßenlaternen an zahlreichen Gehwegen zu finden sind. Rund 4000 Exemplare sind davon laut Gelsendienste im gesamten Stadtgebiet aufgehängt. Etwa 150 davon seien bei diesem Jahreswechsel so schwer beschädigt worden, dass sie in den kommenden Tagen ausgetauscht werden müssen. „In manchen ist durch das Böllern sogar ein Brand entstanden. Da ist das Plastik geschmolzen“, erklärt Heyne. Leider sei diese hohe Zahl an Zerstörungen auch in den zurückliegenden Jahren fast ständig erreicht worden. „Von daher“, bilanziert Heyne, „war es aus unserer Sicht ein ganz normaler Neujahrs-Dienst“.
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