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Stand: 13.01.2026, 13:05 Uhr
Nach dem Einbruch in die Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen will ein Anwalt die ersten Klagen einreichen.
Von Verena Köplin und Andreas Palik
Der Sparkasse Gelsenkirchen drohe eine „Klagewelle ungeahnten Ausmaßes“, sagt Daniel Kuhlmann. Der Anwalt aus Datteln habe bereits die Vollmachten von etwa 200 Kunden, die er in diesem Fall vertritt – täglich würden sich weitere Betroffene melden. Nächste Woche will er beim Landgericht Essen die ersten Klagen einreichen. Er rechne damit, dass am Ende rund 1.000 Kläger zusammen kommen können.
Währenddessen laufen die Ermittlungen nach dem Einbruch in die Sparkasse in Gelsenkirchen-Buer: Viele fragen sich, warum die Täter anscheinend tagelang ungestört blieben und nicht weiter aufgefallen sind. Mit einem großen Spezialbohrer verschafften sie sich einen Zugang in den Tresorraum und räumten die mehr als 3.000 Schließfächer leer.
Mit der Klage zum recht frühen Zeitpunkt will der Anwalt sicherstellen, dass nicht ein anderer Anwalt vorprescht, denn das erste Verfahren sei besonders wichtig. Werde die erste Klage abgewiesen, beziehungsweise verloren, würden sich die Gerichte daran orientieren, so Kuhlmann. Der Anwalt bereitet derzeit vier bis fünf Einzelklagen vor.
Dabei handelt es sich nach seiner Aussage um Fälle mit einer klaren Beweislage. Das bedeutet, die Mandanten konnten klar auflisten, was in ihrem Schließfach gelegen hat. Ein Mandant sei zum Beispiel der Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens. Er habe zum Beispiel angegeben, dass eine Rolex-Uhr, Goldmünzen und Bargeld im Tresorfach gelegen hätten, das könne er auch belegen.
Kuhlmann wirft der Bank vor, das Sicherheitskonzept sei nicht ausreichend gewesen. „Nach unseren Informationen gab es im Tresorraum nicht einmal einen Einbruchsbewegungs- oder Erschütterungsmelder und auch auf den Feueralarm aus dem Tresorraum wurde nicht reagiert“, heißt es in einem Schreiben der Kanzlei. Ob die Bank den Raum nicht ausreichend gesichert hat, könnte durch ein Gutachten geklärt werden.
In einem möglichen Gutachten müsste der Kanzlei zufolge geklärt werden, ob die Sparkasse niedrigere Sicherheitsmaßnahmen als andere Geldinstitute genutzt habe. Von Fachverbänden festgelegte Branchenstandards spielten im Gutachten ebenso eine Rolle wie das, was in der Praxis tatsächlich umgesetzt würde. Der Chef der Sparkasse Gelsenkirchen verteidigt die Sicherheitsvorkehrungen: „Die Filiale mit dem Schließfachraum war nach dem anerkannten Stand der Technik gesichert.“
Betroffenen rät die Kanzlei außerdem, Belege für die Gegenstände in den Schließfächern zu sichern – etwa Fotos, Rechnungen und Kaufbelege. Das helfe bei der Aufklärung. Laut Sparkasse Gelsenkirchen ist der Inhalt der Schließfächer ohnehin bis zu einem Betrag von 10.300 Euro versichert.
WDR Studios NRW. 05.01.2026. 00:42 Min.. Verfügbar bis 06.01.2028. WDR Online.
Wann genau sich der Bank-Einbruch in Gelsenkirchen ereignete, ist bis heute ungeklärt. Der Tatzeitpunkt könnte entweder auf die Weihnachtsfeiertage oder das darauffolgende Wochenende fallen. Der Wert der Beute lag möglicherweise bei über 100 Millionen Euro, berichtet die dpa.
Die Polizei sucht weiterhin mit Fahndungsbildern nach den mutmaßlichen Tätern. Außerdem sind zwei Autokennzeichen aufgetaucht, die womöglich zu einem der Fluchtfahrzeuge gehören. Ein Zeuge habe die beiden Nummernschilder am Sonntagmittag am Dortmunder Hauptbahnhof gefunden, heißt es von der Polizei.
Sendung: WDR.de, Sparkasseneinbruch Gelsenkirchen: Jetzt verklagen die Kunden die Bank, 05.01.2026, 19:38 Uhr
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Kommentar 29: Franziska 1 schreibt am heute, 20:39 Uhr :
Warum will der Anwalt als Erster nächste Woche die ersten Klagen einreichen? Sein angegebener Grund dazu ist in dem Fall vom Bankraub in Gelsenkirchen nicht 100% belegt, wie ein Gericht entscheidet. Solange die Ermittler noch einiges zu überprüfen haben, warum mitten in der Untersuchung vorpreschen, die Klagen liegen deswegen auch vor Gericht als noch nicht bearbeitet auf den Tisch, die Ergebnisse der Ermittler sollten erst abgewartet werden. Ich verstehe die Eile, den Druck der geschädigten Kunden, jedoch sie werden nicht so schnell den Verlust zurück bekommen, wenn überhaupt, weil mancher Inhalt nicht glaubhaft belegbar sein wird. Ich bin überzeugt, die Ermittler wissen schon mehr als angeben, wäre kein Verbrechen diese Zurückhaltung. Ich kann mir vorstellen alles an die Öffentlichkeit zubringen was man schon weiß, könnte Ermittlungen stören. Mit Zeugenaussagen muss man mit Fingerspitzengefühl arbeiten, solange man die echte Wahrheit ihrer Aussage nicht weiß und bestätigen kann.
Kommentar 28: Brigitta S. schreibt am heute, 17:44 Uhr :
Manche Mandanten können belegen was in ihrem Schließfach gelegen hat, durch Fotos, Rechnungen und Kaufbelege? So eine Handlung ist immer angebracht. Leider sehe ich auch mit einen Anwalt, dass die angenommene Vertragsabsicherung auschlaggebend sein wird, die nur bis zu einem Betrag von 10.300 Euro versichert waren. Wer ein höheres Vermögen im Schließfach hatte und zu wenig dafür Miet- Versicherung zahlte, dass wäre ungerecht den anderen Kunden gegenüber die eine höhere Versicherung zahlten für ein Schließfach. Bin gespannt, wie das Gericht es sieht. Weil Vertrag ist normalerweise ein Vertrag.
Kommentar 27: Tina schreibt am 07.01.2026, 16:30 Uhr :
Mal jemand Ottos Eleven geschaut? Geht ganz easy – und dem dazugehörigen identitätsdiebstahl läuft die Sache sowas von easy xD Viel Erfolg- das ihr ja jeden Cent wiederbekommen ♡
Kommentar 26: Hans-J. HEINRICH schreibt am 07.01.2026, 10:02 Uhr :
Es gibt auch HF Sensoren( ( teils Radarsensor genannt) die durch eine Wand hindurch detektieren können. Tlw. in teuren Steinel-Leuchten oder für ca 20€ zum Nachrüsten.
Kommentar 25: Werner weiske schreibt am 07.01.2026, 08:13 Uhr :
Nun für des Einkaufsleiter der Sparkassen zentraleinkauf .. ein bewegungswächter bei aliexpress kostet aktuell ca 5 € und die App gibt sogar noch gratis dazu… Also ich zahle 110 € für unser Schließfach wenn ich das jetzt mal 300 rechne… Dann dürfte gerade ganz knapp noch so ein bewegungswächter dran sitzen aber da müsste ich schon äußerst knapp kalkulieren
Kommentar 24: Joschi schreibt am 07.01.2026, 08:07 Uhr :
Könnte mir schon vorstellen, das die Sicherheit vernachlässigt wurde. Habe selbst ein Schließfach bei der Sparkasse in Gladenbach. Die Schließfächer sollten eigentlich mit der vorhanden dicken Tresortüre gesichert sein, doch jedesmal wenn ich an meinem Schließfach war, ist die Türe offen. Dies ist doch grob fahrlässig und bestimmt nicht Versicherungs konform.Für was habe ich die dicke Tresortüre wenn diese sperrangelweit offen steht?
Antwort von Peter Leuchte , geschrieben am 07.01.2026, 16:13 Uhr :
Auch im Sauerland stehen die Tresortüren sowie die Gittertür immer offen.Ich Frage mich wer von der Sparkasse ist dafür zuständig und trägt die Verantwortung. Trägt die Sparkasse eine Mitschuld? Ich meine ja.
Kommentar 23: Anonym schreibt am 07.01.2026, 07:57 Uhr :
Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)
Kommentar 22: Anonym schreibt am 07.01.2026, 02:58 Uhr :
Die vom politischen Establishmentillegal gemäß Art. 20 I illegal ins Land getrommelten Clans machen uns jetzt im wahrsten Sinne der Worte Alle alle , sogar die zig Tausende Tresorschwarzgeldbuden in den Sparkassen. Das sind die kümmerlichen Früchte der bereits seit mindestens 15 Jahren praktizierten wahnhaften Armutsmassenmigration, speziell mittels demadministrativ eingehämmerten Mantra vom angeblich hier bestehenden Fachkräftemangel,dem mittels Imports aus unterentwickelten,armen Ländern besonders aus Afrika abzuhelfen sei. Das ist gelogen, weil es hier keinen Fachkräftemange gibt.Es gibt bestenfalls eine Schwemme von Transferleistungsbeziehern durch die illegale Migration in die dt. Sozialleistungssysteme.Sie wird sich künftig beschleunigen,weil die Rezession weltweit erst beginnt,so daß Unternehmenspleiten und Jobabbau mit steigender Arbeitslosigkeit, auch bei Deutschen weltweit noch jahrelang bestehen bleiben und noch schlimmer werden. Armer administrativ abgezockter Otto !
Antwort von , geschrieben am 07.01.2026, 07:59 Uhr :
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Kommentar 21: Jörg H. schreibt am 07.01.2026, 02:40 Uhr :
Bei 3200 Fächern und einer unterstellten Jahresmiete von nur 50 € kassiert die Bank p.A. 160.000 €. Und dann gibt es dort keinen installierten Bewegungsmelder, der dafür sorgt, dass in irgendeiner Polizeidienststelle eine Lampe blinkt oder ein Summer ausgelöst wird ? Unfassbar ! Die jetzt betreuten Anwälte werden diese Schlamperei angemessen ausschlachten, die Gerichte sie anschließend angemessen würdigen.
Kommentar 20: Paul Richter schreibt am 07.01.2026, 01:50 Uhr :
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Kommentar 19: Kirgasser schreibt am 07.01.2026, 01:21 Uhr :
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