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Die Ermittlungen rund um den Millionenraub in der Sparkasse Gelsenkirchen laufen auf Hochtouren – mit einem ersten Teilerfolg.
Spektakulärer Bankeinbruch in Gelsenkirchen
Nach dem spektakulären Einbruch in die Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen-Buer Ende Dezember laufen die Ermittlungen weiter auf Hochtouren. Insgesamt arbeiten rund 350 Polizeikräfte aus NRW am Fall „Bohrer“. Die Polizei zeigt sich entschlossen, Täter zu fassen und die betroffenen Kundinnen und Kunden zu unterstützen.
In den letzten Wochen hatte die Polizei über 1.100 Termine mit geschädigten Schließfachinhaberinnen und -inhabern vereinbart. Bereits 840 Betroffene konnten in persönlichen Vernehmungen befragt werden. Wichtig: Die Polizei kontaktiert keine Geschädigten telefonisch auf eigene Initiative. Sie bittet stattdessen darum, die Hotline der Polizei Gelsenkirchen unter 0209 365 1661 zu nutzen. Bei einem ersten Gespräch werden Termine vereinbart und mögliche Unterstützungsmaßnahmen wie Opferschutz organisiert.
Um die Arbeit weiter zu beschleunigen, hat die Polizei auch schriftliche Vorladungen an geschädigte Kundinnen und Kunden der Sparkasse Gelsenkirchen versendet. Parallel dazu wurden Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sowie Sparkassenmitarbeitende, Hausbewohnerinnen und -bewohner und Hinweisgeber umfassend vernommen. Die Befragungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen.
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Die Arbeit am Tresorraum bleibt eine Mammutaufgabe: Tag und Nacht forschen Spezialkräfte im Tatortbereich. Hunderte Kolleginnen und Kollegen sammeln und sichern Spuren, katalogisieren und fotografieren zurückgelassene Gegenstände. Jeder Fund wird untersucht und archiviert. Bis jetzt erfassten die Ermittler mehr als 50.000 Objekte.
Viele Fundstücke wie Briefe oder Dokumente konnten den Geschädigten zugeordnet werden, während andere beschädigt oder kontaminiert wurden. Besonders Wertgegenstände bleiben dabei zentrale Beweismittel. Selbst Dinge wie leere Schließfachkassetten oder lose Mauerreste lagern sicher – für spätere Spurenauswertungen. Die Täter hatten über Chemikalien und Wasser erhebliche Schäden im Tresorraum angerichtet. Aber: „Vermutlich werden die Arbeiten am Tatort nun aber insgesamt schneller vonstattengehen als anfänglich angenommen“, heißt es von der Polizei.
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Die Polizei sichtet aktuell rund 600 Hinweise aus der Bevölkerung. Jede Spur wird geprüft, bewertet und verfolgt. Zudem laufen umfangreiche Analysen von Videomaterial aus dem Umfeld der Sparkasse Gelsenkirchen. Unterstützung leisten dabei zahlreiche Behörden wie das Landeskriminalamt NRW und das Innenministerium.
Geschädigte und Hinweisgeber können sich weiterhin telefonisch (0209 365 8112) oder online (https://nrw.hinweisportal.de/) melden. Die Ermittlungen rund um einen der aufsehenerregendsten Fälle der jüngsten Zeit gehen unter Hochdruck weiter. Eine vollständige Freigabe des Tatorts wird bald erwartet. Die Polizei bittet weiterhin um Geduld.
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