
Essen · Nach einem tödlichen Überfall in Gelsenkirchen hat das Landgericht Essen einen 17-Jährigen zu sechs Jahren und drei Monaten Jugendstrafe verurteilt. Das Gericht sprach ihn vom Vorwurf des Mordes frei.
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Ein Jugendlicher ist am Essener Landgericht verurteilt worden. (Symbolbild)
In einem Prozess um einen tödlichen Überfall in Gelsenkirchen ist ein 17-Jähriger vom Landgericht Essen zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Der Angeklagte wurde unter anderem wegen mehrfachen Raubes und mehrfacher gefährlicher Körperverletzung verurteilt, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch sagte. Vom Vorwurf des Mordes wurde der 17-Jährige freigesprochen.
Die Tat ereignete sich im April 2024. Das Gericht stellte fest, dass der 17-Jährige sowie ein bislang flüchtiger Mittäter den Plan fassten, einen Mann auszurauben. Ihr Opfer hatte zuvor Bargeld bei einer Bankfiliale abgehoben.
Bei der Tat habe sich eine Auseinandersetzung entwickelt, wobei der Geschädigte geschlagen und durch Messerstiche verletzt wurde. Er starb später an seinen Verletzungen. Ihm wurde letzlich sein Handy geraubt.
Das Gericht konnte dem Sprecher zufolge nicht feststellen, dass der 17-jährige Angeklagte ein Messer bei sich führte oder wusste, dass sein Mittäter ein Messer dabei hatte. Insofern sei ihm das Tötungsdelikt nicht zuzurechnen. Der Angeklagte gab zudem an, dass der Mittäter zugestochen habe. Ob der Mittäter tatsächlich zugestochen hat, konnte das Gericht nicht feststellen. Er ist den Ermittlern namentlich bekannt, aber flüchtig.
Ein 16-jähriger Mitangeklagter wurde in dem Prozess von der Beteiligung an dem tödlichen Raub freigesprochen. Wegen anderer Taten wurde er zu einer Jugendstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt. Eine weitere Mitangeklagte wurde freigesprochen. Wegen des jugendlichen Alters der Angeklagten fand der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
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