
Die gesundheitliche Lage in Gelsenkirchen ist in vielen Bereichen schlechter als im NRW-Durchschnitt. Das zeigt der erste XXL-„Basisgesundheitsbericht“ deutlich. Genau hier setzt die Stadt nun an: Sie will die Gesundheitskompetenzen der hier lebenden Menschen stärken.
So soll es ab sofort sowohl im Norden als auch im Süden der Stadt unkomplizierte Unterstützung bei Fragen rund um die Gesundheit geben. In der Elisana-Apotheke in Hassel (Polsumer Straße 181a) ist dafür in Kooperation mit der Stadt eine neue Beratungs- und Lotsenstelle eingerichtet worden. Während der regulären Öffnungszeiten können sich dort alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos informieren und beraten lassen.
Ergänzend dazu gibt es eine weitere Anlaufstelle im Referat Gesundheit der Stadt Gelsenkirchen. Dort wird mittwochs zwischen 9 und 13 Uhr eine persönliche Beratung angeboten. Das Referat Gesundheit befindet sich an der Kurt-Schumacher-Straße 4, die Gespräche finden im Erdgeschoss in Raum 31 statt.
Das Angebot richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger. Besonders hilfreich soll es für Menschen sein, die Schwierigkeiten haben, sich in den vielfältigen medizinischen und gesundheitlichen Angeboten zurechtzufinden. Denn oft ist unklar, welche Stelle zuständig ist oder wo man mit einer konkreten gesundheitlichen oder sozialen Frage die passende Unterstützung bekommt, heißt es von der Stadt.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Anlaufstellen beraten nun rund um das Thema Gesundheit und helfen dabei, die richtigen städtischen Anlaufstellen, Einrichtungen oder Partnerorganisationen in Gelsenkirchen zu finden. Die neue Beratungs- und Lotsenstelle ist Teil des stadtweiten Angebots „Gemeinsam für Gesundheit – regional. sozial. bunt.“ Unter diesem Dach werden die Gesundheitsangebote städtischer und privater Träger in Gelsenkirchen gebündelt und besser sichtbar gemacht.
„Das Angebot soll besonders niederschwellig sein, um alle Menschen zu erreichen und Zugangsbarrieren abzubauen“, sagt Stadtsprecher Martin Schulmann. „Denn gerade bei Vorsorgeuntersuchungen schneiden viele Gelsenkirchener nicht gut ab.“
Der erste Gesundheitsbericht der Stadt stellt fest, dass schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie begrenzte Ressourcen vieler Menschen mit einem in zahlreichen Bereichen schlechteren Gesundheitszustand zusammenhängen. Dies zeigt sich unter anderem darin, dass Präventions- und Versorgungsangebote nicht immer in ausreichendem Maße in Anspruch genommen werden. Genau hier soll die neue Lotsenstelle ansetzen.
Weitere Informationen zu dem Angebot gibt es unter: www.gelsenkirchen.de/gemeinsamgesund
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