
Im vergangenen Jahr hatte die Premiere von „One Billion Rising“ (Eine Milliarde erhebt sich) auf dem Heinrich-König-Platz in Gelsenkirchen alle Erwartungen der Organisatoren übertroffen – und in diesem Jahr soll diese besondere Art der Demonstration noch größer werden. Am Samstag, 14. Februar, wird wieder – wie andernorts schon länger üblich – in einem Flashmob zusammen getanzt.
Das Ziel: Es soll ein gemeinsames Zeichen gesetzt werden, gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, und dazu Sichtbarkeit für ein in der Gesellschaft immer noch zu sehr tabuisiertes Thema schaffen.
Das Motto lautet in diesem Jahr: „Women on Fire – Ni una menos“ (nicht eine weniger). Es wurde gewählt, um „die lokale Dringlichkeit (der massive Anstieg von patriarchaler Gewalt und Femiziden) mit globaler Solidarität zu verknüpfen“, heißt es auf der überregionalen Homepage der Aktion.
Das Team der Awo-Frauenberatungsstelle hat erneut die Federführung übernommen, in Kooperation mit dem Mädchenzentrum, dem Autonomen Frauenhaus, dem Awo Frauenhaus und der Gleichstellungsstelle der Stadt Gelsenkirchen.
Los geht es um 12 Uhr auf dem HKP, das Ende der Veranstaltung ist für 14 Uhr geplant. Alle, die möchten, können sich an dem Tanz beteiligen. Im Vorfeld wird für alle Beteiligten eine Anleitung angeboten. Allerdings: Schwarze oder pinkfarbene Kleidung ist gewünscht.
Bereits im vergangenen Jahr erklärte die Leiterin der Frauenberatungsstelle, Hüriyet Yilmaz: „Wir hoffen, dass das Publikum erkennt, dass gerade dieses Thema so immens wichtig ist.“ Dementsprechend hatten sich die Organisatoren auch gefreut, dieses Event – wie auch in diesem Jahr – an einer solch zentralen Stelle wie dem HKP veranstalten zu können.
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Seitens der Organisatoren heißt es weiter: „Wir tanzen, um Tabus aufzubrechen. Wir tanzen, um hinzuschauen statt wegzusehen. Wir tanzen, um laut und klar zu sagen: Nein zu Gewalt. Ja zu Gleichberechtigung, Würde und Respekt.“ Und: „One Billion Rising steht für weltweite Solidarität – und für unsere gemeinsame Haltung: Gewalt ist kein Privatproblem. Gewalt ist kein Tabu. Gewalt geht uns alle an.“
Schätzungsweise eine Milliarde Frauen und Mädchen weltweit werden im Laufe ihres Lebens Opfer von Gewalt. Die weltweite Bewegung „One Billion Rising“ wurde 2012 ins Leben gerufen und findet jedes Jahr immer am selben Tag, am Valentinstag, statt.
Weitere Informationen gibt es im Netz unter onebillionrising.de oder unter onebillionrising.org.
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