Neues von Familie Öztürk: Deutsch-türkischer Theater-Spaß in Gelsenkirchen – WAZ | Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Bereits vor genau zwei Jahren, also im März 2024, war das Theater Halber Apfel aus Lüdenscheid schon einmal im Gelsenkirchener Musiktheater im Revier (MiR) zu Gast. Damals wurden im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus zwei Episoden aus dem Leben der Familie Öztürk auf die Bühne des Kleinen Hauses gebracht. Nun kehrt das Theater mit dem neuen Stück „Kulturclash im Wohnzimmer“ aus der Feder des Theaterleiters Murat Isboga und neuen Erlebnissen der Öztürks ans MiR zurück – und zwar an diesem Sonntag, 29. März. Beginn ist um 18 Uhr. Karten sind derzeit noch im Vorverkauf erhältlich.
Familie Öztürk lebt seit 40 Jahren in Deutschland und hat sich mit den Herausforderungen und Freuden des Lebens zwischen zwei Kulturen arrangiert. Doch als eines Tages die Lehrerin der Tochter, Claudia Fischer, in ihrem Wohnzimmer auftaucht und nach einer gewonnenen Wette beschließt, für eine Woche bei ihnen zu bleiben, wird der familiäre Alltag gehörig durcheinander gewirbelt. In dieser turbulenten Begegnung prallen kulturelle Missverständnisse, Vorurteile und schräge Alltagssituationen aufeinander.
Mit viel Humor und Einfühlungsvermögen erzählt „Kulturclash im Wohnzimmer“ von den kleinen und großen Unterschieden im deutsch-türkischen Miteinander. In gedanklichen Flashbacks blickt Ali Öztürk, die Hauptfigur des Stücks, auf seine ersten Jahre in Deutschland zurück und lässt das Publikum an seinen Erinnerungen und Erfahrungen teilhaben.
Das Theater Halber Apfel aus Lüdenscheid wurde 2005 von Murat Isboga gegründet. Nachdem zunächst nur auf Türkisch gespielt wurde, rückten ab 2009 interkulturelle Themen in den Mittelpunkt, die nun auf Deutsch gespielt wurden. Mit seinen satirischen Komödien, die allesamt von Isboga geschrieben und inszeniert werden, tourt das Theater seit Jahren erfolgreich durch ganz NRW und den Rest der Republik.
„Kulturclash im Wohnzimmer“ ist bereits das fünfte Stück über Familie Öztürk und richtet sich an alle, die Lust auf einen unterhaltsamen und zugleich nachdenklichen Abend haben – ganz egal, ob mit oder ohne Migrationshintergrund. Das Ziel lautet stets: eine Brücke zwischen der deutschen und türkischen Kultur zu bauen. Die Gemeinsamkeiten sollen im Mittelpunkt stehen. Und nicht die Andersartigkeit. Theater-Leiter Isboga ist überzeugt: „Für ein besseres und gemeinsames Zusammenleben ist die Grundvoraussetzung, sich gegenseitig zu kennen“.

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