Deutsche Meisterschaft: Ein Gelsenkirchener Schwimmer wächst über sich hinaus – WAZ | Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Beim ersten Betreten der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark fühlte sich Marius Schimnatkowski noch etwas komisch. Nur allzu verständlich. Schließlich war es das erste Mal seit knapp acht Jahren, dass er nicht als Aktiver, sondern „nur“ als Trainer der SG Gelsenkirchen nach Berlin zu den Deutschen Meisterschaften angereist war. Der Moment des Neuen verflüchtigte sich aber so schnell, wie er gekommen war.
Viel Zeit zum Grübeln hatte er ohnehin nicht, vielmehr musste er sich eben auf die Schwimmerinnen und Schwimmer der SG Gelsenkirchen konzentrieren, die ins Becken gingen. Eine Medaille konnten sie zwar nicht verbuchen, „aber die Ergebnisse waren schon zufriedenstellend“, meint der SG-Trainer.
Es war nicht nur eine Bestätigung der guten Form nach dem Trainingslager auf Sizilien. Die Resultate zeigten auch, dass die Umstellungen, die Schimnatkowski nach seinem Amtsantritt vorgenommen hatte, fruchten. „Dass das funktioniert und anschlägt, stimmt mich fröhlich“, meint Schimnatkowski. „Es zeigt, dass das der richtige Weg ist.“ Und der war in Berlin dann auch mit einer ganzen Reihe guter Zeiten und Erfolge gepflastert.
Dabei stach Victoria Dolle mal wieder heraus: Sie erreichte über die drei Schmetterlings-Strecken, die 50 Meter, 100 Meter und 200 Meter, jeweils das B-Finale. Um am A-Finale zu schnuppern, fehlte ihr ein gutes Stück. „Sie hatte ein wenig mit Schnupfen zu kämpfen und hätte 100-prozentige Leistung bringen müssen“, meint Schimnatkowski.
Trotzdem reichte es über die 50m zu Platz acht, Platz sieben über die 200m und sogar Platz sechs über die 100m. „Das spricht für sich“, sagt Schimnatkowski. Über die 50m war sie dem A-Finale am nächsten, etwas über eine halbe Sekunde fehlte ihr dazu nur. „Es waren aber auch die Größten alle da“, sagt Schimnatkowski und verweist dabei unter anderem auf Angelina Köhler von der SG Neukölln Berlin. Er wagte auch schon den Blick nach vorne: „Dann greifen wir im nächsten Jahr eben wieder an.“
Aber auch die anderen im SG-Tross konnten für gute Zeiten sorgen. Die 4x100m Freistil-Staffel der Männer mit Simon Hagin, Hamza Ben Hadj Brik, Patrick Arne und Benedikt Schmitz schwamm in neuer Bestzeit auf den zehnten Platz. „Das hatten wir so noch nicht“, erklärt Schimnatkowski. Besonders Startschwimmer Hagin sei dabei „über sich hinausgewachsen“. Er verbesserte seine Zeit um 1,5 Sekunden. Und auch über die 100m Schmetterling erreichte er in 55,72 Sekunden eine neue Bestzeit.
Das gute Ergebnis rundeten Patrick Arne, Angelina Stock und Laeticia Lissok ab, die bei ihren Starts ebenfalls zwischen Saisonbestzeiten und klarer Leistungssteigerung pendelten.
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt testen
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt testen
Aktuelle Nachrichten und Hintergründe aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport – aus Essen, Deutschland und der Welt.
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt testen

source

Schreibe den ersten Kommentar

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*