
Der Weg zum Eisautomaten führt vorbei an Erdbeerfeldern, grünen Weiden und dem Gefühl vom Landleben, das man eher im Münsterland als in Gelsenkirchen vermuten würde. Dass all das noch zum Stadtgebiet gehört, gerät auf dem Eckermannshof in Resse schnell in Vergessenheit.
Dabei ist es nicht nur die idyllische Kulisse, die Besucher anzieht. Viele kommen gezielt wegen des hofeigenen Speiseeises. Direkt neben dem Hofladen steht ein Eisautomat, der sich längst zu einem kleinen Publikumsmagneten entwickelt hat. An diesem sonnigen Vormittag halten immer wieder Autos auf dem Hof an. Familien steigen aus, Radfahrer legen eine Pause ein, Kinder laufen zielstrebig auf den Automaten zu.
Die Bedienung ist denkbar einfach: Münzen oder Scheine (Kartenzahlung geht nicht) einwerfen, die Nummer der gewünschten Sorte auswählen – und wenige Sekunden später fällt der Becher durch eine Klappe in das Ausgabefach. Drei Euro kostet ein 125-Milliliter-Becher. „Über 22 Sorten gibt es mittlerweile“, sagt Inhaberin Carina Föcker. Produziert wird das Eis direkt auf dem mehr als 400 Jahre alten Bauernhof. Die Milch stammt von den eigenen Kühen. „Darauf sind wir besonders stolz“, sagt sie.
Nicht alle Sorten finden im Automaten Platz. Ein Teil des Angebots liegt in der Kühltruhe im Hofladen bereit. Dort gibt es auch 500 Milliliter-Becher. Die Auswahl reicht von Klassikern bis zu ausgefallenen Kreationen. Erdbeersorbet, Quark-Aprikose, Waldmeister, Schokolinsen, Peanut-Choco-Caramel oder Sahne-Salzkaramell gehören dazu. Besonders gefragt sei allerdings eine Sorte: „Kinderschokolade ist bei den Kindern mit Abstand am beliebtesten“, sagt Föcker. Allein davon habe sie in den vergangenen warmen Tagen 270 Becher verkauft. „Mit der Produktion kommen wir kaum hinterher.“
Der Automat steht das ganze Jahr über zur Verfügung. Viele Stammkunden kommen regelmäßig vorbei, andere entdecken den Hof eher zufällig bei einem Ausflug ins Grüne. Wer möchte, kann den Besuch gleich mit einem Abstecher aufs Feld verbinden. Denn die Erdbeeren, die später teilweise auch im Eis landen, wachsen nur wenige Meter entfernt.
Während der Saison können Besucher die Früchte selbst pflücken. Für 7,80 Euro pro Kilogramm wandern die selbst geernteten Erdbeeren in den Korb. Geöffnet sind die Felder täglich von 8 bis 18 Uhr – solange die Ernte reicht. Je nach Jahreszeit können auch Kartoffeln oder Mais selbst gesammelt werden.
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Im Hofladen verkauft die Familie Föcker zudem zahlreiche Produkte vom eigenen Betrieb und aus der Region. Frische Milch, Eier, Butter und Joghurt gehören ebenso zum Sortiment wie saisonale Angebote von Spargel bis Kürbis. Auch Fleisch von den eigenen Rindern wird angeboten (auf Vorbestellung). In den kommenden Wochen soll das Angebot sogar noch wachsen: Ein zusätzlicher Automat mit Grillfleisch ist bereits geplant.
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