
Das ist der Spielplan von Rhein Fire in der Saison 2026
Duisburg · Anfangs hielten die britischen Gäste noch ein wenig mit, dann aber wurde es immer deutlicher – und bis zur Pause war es durch. Die geringe Zuschauerzahl tat der Stimmung in Duisburg derweil keinen Abbruch.
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Rhein Fire ist in die neue und erste Saison in der American Football League Europe (AFLE) gestartet – und wie: Mit einem 43:6 bezwangen sie die London Warriors am Samstagabend vor 4886 Zuschauern in der Duisburger Arena. Es war damit die erwartete Minuskulisse für Fire. Dadurch war es im Stadion aber nicht merklich leiser, die Fans gaben alles und dürften ihren Spaß gehabt haben.
Wobei einer der anwesenden, nicht zahlenden Gäste vielleicht etwas gezittert hat: AFLE-Chef Moritz Heisler. Der hatte vor der Saison angekündigt, dass es haushohe Siege wie ein 72:0 nicht geben werde. Beim Stand von 33:0 zur Halbzeit und einer Londoner Mannschaft, die nach anfänglichem Widerstand immer mehr unter die Räder geriet, konnte man es zwischenzeitlich allerdings befürchten.
Zu Beginn des ersten Viertels tat sich Fire noch schwer, den Ball in die Endzone zu bekommen, und zwei Drives endeten in der Redzone. Einmal verwandelte Sebastian van Santen ein Field Goal aus 29 Yards zum 3:0, einmal gab es einen Turnover on Downs an der Ein-Yard-Linie. Im ersten Play der Warriors-Offense aber gelang Marius Kensy ein Tackle in der Endzone – Safety und damit 5:0. Direkt im nächsten Spielzug von der Line of Scrimmage warf Kenji Bahar einen wunderbaren 50-Yards-Touchdown-Pass auf Kaylon Geiger und baute die Führung weiter aus.
Nach einer Interception von Kensy gegen Warriors-Quarterback Karé Lyles, der den Linebacker schlicht übersah, und einer Pass Interference gegen die Londoner war Fire schnell wieder in der Redzone, wo Bahar erneut Geiger bediente. Danach geriet bei den Warriors beim Punt der Snap daneben, Fire war schon wieder an der 15-Yards-Linie der Londoner. Nun vollendete Bahar selbst per Sneak, nachdem Running Back Jonathan Scott den Ball bis kurz vor die Endzone getragen hatte; 26:0. Kurz vor der Pause durfte sich auch noch Harlan Kwofie nach einem weiteren Pass von Bahar in die Scoring-Liste eintragen und den Halbzeitstand herstellen. Fires Defense erstickte sämtliche Londoner Offensivbemühungen.
In Hälfte zwei ging es für Fire erneut zunächst nicht die Endzone, aber Kicker van Santen traf auch ein Field Goal aus 55 Yards für weitere drei Punkte. Für den nächsten Touchdown zeigte sich dann Jonathan Scott verantwortlich, der einen Drive, der nur aus Läufen bestand, aus drei Yards abschloss. Der Panamaer hatte zu diesem Zeitpunkt Mitte des dritten Viertels bereits 121 Yards bei 21 Carries angesammelt. Dazwischen hatte Till Janssen noch eine Interception gefangen.
Zu Beginn des Schlussabschnitts leistete sich dann auch Fire einen Ballverlust, als Bahar das Leder bei einem Sneak verlor und die Londoner es eroberten. Daraus machen konnten sie aber wieder nichts, es gab den nächsten Punt – und den brachte Jannik Lörcks direkt an die 40-Yards-Linie der Warriors zurück. Dort durfte dann Tom Wolf als Quarterback übernehmen, Bahar und weitere Starter hatten Feierabend, Kwofie war schon in der gesamten zweiten Hälfte nicht mehr auf dem Feld.
Wolf passierte direkt im zweiten Snap ein Missgeschick, als er stolperte und dabei auch noch den Ball fallen ließ. Wieder holten ihn sich die Warriors. Doch drei Plays später war er zurück: Die Warriors schenkten den Ball per missratener Ballübergabe her, Stewar Mosquera schnappte ihn sich. Das Turnover-Spektakel ging aber weiter: Wolf warf eine Interception zu Ex-Fire-Spieler Emmanuel Falola, der bis an die Zwölf-Yards-Linie retournierte. London nutzte das: Lyles fand seinen Receiver Joe Hamilton zum Touchdown. Die folgende Two-Point-Conversion war nicht gut, sodass der Endstand von 43:6 für Fire perfekt war.
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