16-Jähriger wird in Gelsenkirchen aus dem Rhein-Herne-Kanal gezogen und stirbt – WAZ | Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Ein 16 Jahre alter Jugendlicher ist nach einem Badeunfall in Gelsenkirchen ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, geriet er beim Schwimmen im Rhein-Herne-Kanal etwa in Höhe des Amphitheaters plötzlich in Not und ging unter. Er konnte gefunden werden, verstarb aber später.
Als der Junge gegen 20.30 Uhr untergegangen war, hatten seine Begleiter über den Notruf die Polizei gerufen. Feuerwehrtaucher fanden den Jungen bewusstlos unter Wasser. Rettungskräfte versuchten dann, ihn zu reanimieren. Der Jugendliche wurde anschließend in einem örtlichen Krankenhaus behandelt, wo er jedoch im Laufe der Nacht verstarb.
Bisherige Ermittlungen ergaben keinen Hinweis auf Fremdverschulden, wie die Polizei mitteilte, die zu diesem traurigen Anlass noch einmal ausdrücklich vor den Gefahren beim Baden in Gewässern warnt. Vor allem in Schifffahrtskanälen sei das Schwimmen lebensgefährlich.
„Auch das Springen von Brücken ist nicht nur verboten, sondern birgt erhebliche Gefahren“, warnt die Behörde. In den vergangenen Hitzetagen hat es in Nordrhein-Westfalen in kurzer Folge bereits mehrere Badetote gegeben. Im vergangenen Jahr ertranken in NRW mindestens 48 Menschen bei Badeunfällen, so die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Bundesweit zählte sie im vergangenen Jahr 393 Badetote.
Es brauche mehr Aufmerksamkeit und verantwortungsbewusstes Verhalten, betont daher auch die DLRG. „Wer bei heißen Temperaturen in kaltes Wasser springt, läuft Gefahr, dass der Kreislauf einen Kälteschock bekommt – das kann auch für geübte Schwimmer eine Gefahr sein“, warnt Sarah Sievers, Sprecherin der DLRG in Westfalen.
Die DLRG rät daher, grundsätzlich nur an geeigneten und bewachten Stellen baden zu gehen – und dabei die eigene Leistungsfähigkeit realistisch einzuschätzen. In der Nähe von Wasser müssten Kinder zudem stets aufmerksam beaufsichtigt werden. (dpa)
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