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Die Stelle der Unglücke am Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen
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Am Rhein-Herne-Kanal gab es am Wochenende mehrere Badeunfälle. Ein junger Mann kam ums Leben, zwei weitere sind im Krankenhaus. Ein Zeuge, der helfen wollte, zeigt sich erschüttert.
Am Tag nach den Badeunfällen vom Wochenende ist es ruhig im Gelsenkirchener Nordsternpark. Nur wenige Menschen sind am Ufer des Rhein-Herne-Kanals, einer von ihnen ist Emanuel Herzberg. Er wurde Zeuge, als hier am Samstag ein 16-Jähriger verunglückte. Der junge Mann war in der Nähe des Amphitheaters baden gegangen und nicht wieder aufgetaucht. Er habe noch versucht, berichtet Herzberg, den 16-Jährigen aus dem Wasser zu retten – ohne Erfolg.
"Es ist wirklich traurig", sagt Augenzeuge Emanuel Herzberg
Immer noch sichtlich schockiert schildert er die Ereignisse des Unglückstags. Jugendliche am Ufer hatten demnach um Hilfe gerufen, er sei dann in den Kanal gesprungen. Im trüben Wasser habe er den untergegangenen jungen Mann aber nicht finden können. Am Abend konnten Rettungskräfte den 16-Jährigen bewusstlos aus dem Rhein-Herne-Kanal bergen. Er verstarb später im Krankenhaus.
Am Sonntagabend wurden die Retter zur selben Stelle am Rhein-Herne-Kanal gerufen. Diesmal waren ein 14-Jähriger und ein 19-Jähriger beim Baden verunglückt. Die Umstände seien dieselben gewesen, wie beim tödlichen Unglück einen Tag zuvor, sagte die Polizei auf WDR-Nachfrage. Die beiden jungen Männer seien untergegangen und nicht wieder aufgetaucht.
Badeunfälle am Rhein-Herne-Kanal: Mehrere Einsätze für die Feuerwehr
Auch sie konnten demnach von Tauchern geborgen und anschließend ins Krankenhaus gebracht werden. Am Montagmittag teilte die Polizei mit, dass die Jugendlichen weiterhin in Lebensgefahr schweben.
Benutzung des Kanals verboten: Schilder am Rhein-Herne-Kanal warnen
Aktuell ermittelt die Polizei die genauen Umstände der Unfälle an derselben Stelle. Warum genau dort an zwei aufeinanderfolgenden Tagen etwas passiert ist, sei ein Rätsel, so ein Polizeisprecher. Unabhängig davon sei Baden im Kanal immer gefährlich, an vielen Stellen auch offiziell verboten, zum Beispiel im Bereich von Brücken.
WDR. 22.06.2026. 00:36 Min.. Verfügbar bis 21.06.2028.
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Bereits im Mai hatte es einen tödlichen Badeunfall im Rhein-Herne-Kanal. Ein 19-Jähriger war ertrunken, nachdem er im sogenannten „Herner Meer“ zum Schwimmen ins Wasser gegangen war. Polizei und Ordnungsamt wollen nun verstärkt im Bereich des Kanalufers kontrollieren, gegebenenfalls auch Menschen dort ansprechen. Die Polizei sucht auch Zeugen der Unfälle vom vergangenen Wochenende.
Sendung: WDR2, Lokalzeit Rhein und Ruhr, 22.06.2026, 8:31 Uhr
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