Es wird teurer: Das sind die neuen „KoKi“-Preise in der „Schauburg“ – WAZ | Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Nun steht es fest: Nach längerer Abstimmung mit der Stadtverwaltung haben die Macherinnen der „Schauburg“ die neuen Preise für das Kommunale Kino („KoKi“) festgelegt. Bei der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses in der angenehm heruntergekühlten Heilig-Kreuz-Kirche in Ückendorf stellte Andrea Lamest, die Leiterin des städtischen Referats Kultur, den anwesenden Ausschussmitgliedern die veränderte Preisstaffel vor.
Vollzahler müssen ab dem 1. Juli 7,50 Euro statt bisher sechs Euro entrichten, für Ermäßigte steigt der Preis von bislang fünf Euro auf 6,50 Euro. Und Inhaber des „GE-Passes“ sind dann mit vier statt bislang drei Euro dabei. „Dafür wird ab sofort der Kreis der Ermäßigten erweitert“, betonte Lamest. Nun profitieren Schülerinnen und Schüler, Studierende, Inhaber der Ehrenamtskarte, Erwerbslose und Rentner. Sparen lässt sich auch künftig mit der „KoKi“-Zehnerkarte. Diese kostet fortan für Vollzahler 60 statt bislang 54 Euro, ist aber nicht mehr unbegrenzt, sondern immer nur ein Jahr gültig. Der Preis für die Ermäßigten-Zehnerkarte steigt von 45 auf nun 52 Euro.
Sie wollen keine Nachricht aus Gelsenkirchen verpassen? Abonnieren Sie hier unseren täglichen Newsletter. Mehr aus unserer Lokalredaktion gibt es auf unseren Facebook– und Instagram-Kanälen. Abonnieren Sie auch unser tägliches, kostenloses News-Update auf WhatsApp. Oder besuchen Sie die WAZ Gelsenkirchen jetzt auf TikTok.
Zudem würde das „Schauburg“-Team ab sofort 52 Gratis-Karten pro Jahr für das Projekt „Kultur-Pott Ruhr“ zur Verfügung stellen, berichtet Lamest den Ausschussmitgliedern. Dieses sorgt mit der Verteilung besagter Gratis-Karten dafür, dass auch jene finanziell nicht gut dastehenden Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt am kulturellen Angebot teilhaben können.
Um diese Preiserhöhung hatte es im Kulturausschuss seit längerem Diskussionen gegeben. In der März-Sitzung in der „Flora“ hatte Martin Gatzemeier von den Linken einen Änderungsantrag gestellt – mit der Forderung, dass die Preise für die Ermäßigten doch bitte stabil bleiben sollten. In der folgenden April-Sitzung auf Schloss Horst erläuterte Babeethan Ketheeswaran, der Gesamtbetriebsleiter der „Schauburg“ und der „Apollo Cinemas“, noch einmal die Gründe für die geplante Erhöhung. Seit 2021 seien die „KoKi“-Preise stabil geblieben. Seitdem hätten sich die Kosten für Energie und das Personal aber drastisch erhöht. Auch die Preise für die regulären Vorstellungen in der „Schauburg“ seien erhöht worden. Deshalb müsse auch das „KoKi“ nachziehen.
Was viele im Kulturausschuss verwunderte, war die Tatsache, dass das unternehmerische Risiko beim Kommunalen Kino eben nicht bei der Stadt, sondern allein beim Kinobetreiber liegt. Deshalb könne dieser über seine Preispolitik eigentlich auch frei und ohne Einflüsse von außen selbst entscheiden. Die Stadt ist aber Auftraggeber dieses Angebots. Deshalb schlugen gleich mehrere Ausschussmitglieder vor, zu prüfen, ob die Stadt das „KoKi“ künftig auch finanziell mit einem gewissen Beitrag pro Jahr unterstützen könne. Ketheeswaran versprach im April dann erneut, den geplanten neuen Preiskatalog noch einmal überprüfen zu wollen. Das Resultat nahmen die Ausschussmitglieder nun zur Kenntnis.
Referatsleiterin Lamest kündigte zudem an, dass die Schwammreliefs von Yves Klein im Foyer des Musiktheaters im Revier (MiR) in den beiden letzten Juli-Wochen von einem Experten-Team gereinigt werden. Zudem stellte Eventveranstalter Emschertainment GmbH ihr für November geplantes Festival „Attacke Herzenssache“ vor, an dem sich namhafte Kreativköpfe wie Christoph Maria Herbst, Vanessa Mai oder Marco Schreyl beteiligen. Und es wurden die Weichen dafür gestellt, dass künftig ein Mitglied des Kulturbeirats als sachkundiger Einwohner Mitglied des Kulturausschusses werden kann.
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt testen
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt testen
Aktuelle Nachrichten und Hintergründe aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport – aus Essen, Deutschland und der Welt.
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt testen

source

Schreibe den ersten Kommentar

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*