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Bonn/Caracas, Das 48-köpfige Team der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung
Ausland (SEEBA) des Technischen Hilfswerks (THW) ist heute Nacht am Flughafen Caracas eingetroffen. „Unsere Einsatzkräfte der SEEBA beginnen nun die Lageerkundung gemeinsam mit internationalen Partnern“, erklärte THW-Präsidentin Sabine Lackner. „Die ersten Prioritäten sind die Abstimmung der Einsatzstellen und Einsatzoptionen sowie die Prüfung logistischer Rahmenbedingungen für die kommenden Tage.
Damit wir so schnell wie möglich mit der Suche nach Vermissten beginnen können.“
Im Einsatzland startet nun ein Wettlauf gegen die Zeit. Die SEEBA-Kräfte haben bereits
ihre Erkundungen gestartet. „Ziel ist es, jene Einsatzstellen zu identifizieren, an denen es wahrscheinlich ist, Menschen zu retten“, erklärt Lackner. Gleichzeitig richtet ein anderer Teil des Teams die so genannte Base of Operation des THW ein. Die Base of Operation ist das Basislager des Teams. Dort wird der Einsatz koordiniert; das Team hat dort seine Ruhe- und Versorgungsbereiche.
Nach der Ankunft im Einsatzgebiet in den frühen Morgenstunden erfolgte die
Registrierung bei den zuständigen internationalen Koordinierungsstrukturen sowie die
erste Lageeinweisung durch lokale Behörden und Partnerorganisationen.
Ein Botschaftsunterstützungsteam des THW war bereits am Freitagabend in Venezuela
angekommen. Dieses organisierte gemeinsam mit der Botschaft unter anderem den
Weitertransport des SEEBA-Teams inklusive Ausstattung.
Sobald die Suchmaßnahmen gestartet sind, wird das Team in zwei Schichten arbeiten.
So ist es dem Team möglich, rund um die Uhr nach Vermissten zu Suchen. Dabei setzen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer neben moderner Suchtechnik auf ihre
vierbeinigen Kameradinnen und Kameraden: Mit Such- und Rettungshunden werden
sie die Trümmer nach Vermissten absuchen. Mit ihren feinen Nasen sind sie in der Lage, Überlebende aufzuspüren.
Der SEEBA-Einsatz wird vom Auswärtigen Amt finanziert, den strategischen
Lufttransport stellte die Bundeswehr bereit.
Das THW ist die ehrenamtlich getragene Einsatzorganisation des Bundes. Das
Engagement der bundesweit rund 88.000 Freiwilligen bildet die Grundlage für die Arbeit
des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinen Fachleuten, seiner Technik und seinen
Erfahrungen ist das THW im Auftrag der Bundesregierung weltweit gefragt, wenn
Notlagen dies erfordern. Neben bilateralen Hilfen gehören dazu auch technische und
logistische Aufgaben im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen
Union sowie im Auftrag von VN-Organisationen. Mehr Informationen zum Engagement
des THW im In- und Ausland finden Sie hier: www.thw.
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