
Unbekannte sollen Böller auf das Haus einer Landtagsabgeordneten geworfen haben. (Symbolfoto)
Gelsenkirchen · Die AfD-Politikerin Enxhi Seli-Zacharias wählte am Morgen den Notruf, aufgeschreckt von Knallgeräuschen vorm Haus. Was dort eigentlich passiert sein soll und wie die Partei das bewertet.
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Nachdem am frühen Dienstagmorgen Böller beim Wohnhaus der Gelsenkirchener AfD-Landtagsabgeordneten Enxhi Seli-Zacharias explodiert sind, zeigt sich ihre Landtagsfraktion empört. „Mit Entsetzen“ habe er von dem „feigen Angriff“ erfahren, teilte der AfD-Fraktions- und Landesparteichef Martin Vincentz mit.
Die Politikerin, die im Stadtteil Buer lebt, hatte nach Polizeiangaben um 4.58 Uhr den Notruf gewählt, weil sie Knallgeräusche gehört hatte. Nach ersten Zeugenangaben hätten drei junge Menschen mit E-Scootern Knallkörper gezielt in Richtung des Fahrzeugs der 32-Jährigen geworfen und sich danach in unbekannte Richtung entfernt, hieß es. Verletzt wurde niemand. Auch ob Sachschäden entstanden sind, war zunächst unklar. Das Haus der Abgeordneten wurde nicht getroffen.
Enxhi Seli-Zacharias sitzt für die AfD im Düsseldorfer Landtag.
Der Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen. Mögliche Schutzmaßnahmen für die Politikerin würden noch abgestimmt, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
Enxhi Seli-Zacharias lobte am Dienstag das Polizeipräsidium Gelsenkirchen: Dieses „nimmt meine Bedrohungslage sehr ernst“, erklärte sie. Martin Vincentz forderte, die Täter müssten „schnellstmöglich ermittelt und mit der vollen Härte des Rechtsstaats zur Rechenschaft gezogen werden“. Zudem forderte er alle Parteien und Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) dazu auf, die Tat zu verurteilen.
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