Wo der Immobilienmarkt in Gelsenkirchen besonders schwächelt – WAZ | Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Zum Grundstücksmarkt in Gelsenkirchen kann für das erste Halbjahr 2026 kein eindeutiges Fazit gezogen werden. Denn während die Zahl der Kaufverträge für Grundstücke im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen ist, blieb der Geldumsatz trotzdem nahezu stabil. Das teilte der städtische Gutachterausschuss für Grundstückswerte mit. Dieser hat soeben seinen Halbjahres-Bericht veröffentlicht.
Grundlage der Analyse sind statistische Auswertungen aller Grundstücks-Kaufverträge, die zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2026 beurkundet wurden. Die veröffentlichten Daten sollen interessierten Käufern als Orientierungshilfe dienen, damit diese die aktuelle Marktlage besser und verlässlicher einschätzen können.
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Im ersten Halbjahr 2026 seien insgesamt 818 Verträge für einen Grundstückskauf abgeschlossen worden, hieß es in dem Bericht. Gegenüber dem Vorjahres-Zeitraum bedeutet dies einen Rückgang um 18 Prozent. Der Gesamtumsatz habe hingegen mit 230 Millionen Euro über dem Vorjahr gelegen (plus ein Prozent).
Im Segment der unbebauten Baugrundstücke wurden im ersten Halbjahr 2026 zehn Grundstücke veräußert (2025 waren es 13). Der Geldumsatz verringerte sich von 4,59 Millionen Euro auf 3,69 Millionen Euro. Bei bebauten Grundstücken sank die Zahl der Kaufverträge gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um sieben Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich der Geldumsatz um neun Prozent.
Das Preisniveau entwickelte sich dabei leicht rückläufig. Für Ein- und Zweifamilienhäuser wurde ein Preisrückgang von zwei Prozent festgestellt. Mehrfamilienhäuser verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang des Preisniveaus um ein Prozent.
Besonders deutlich fiel die Entwicklung im Bereich des Wohnungs- und Teileigentums aus. Hier ging sowohl die Anzahl der Kaufverträge als auch der Geldumsatz jeweils um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Das Preisniveau für Wohnungseigentum lag vier Prozent unter dem Wert des ersten Halbjahres 2025.
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