
Blick durch das von den Tätern gebohrte Loch in den Archivraum der Sparkasse in Gelsenkirchen
Polizei Gelsenkirchen / dpa
Betroffene Schließfachinhaber der Sparkasse in Gelsenkirchen, die infolge des spektakulären Einbruchs im Dezember 2025 nicht auf Vernehmungstermine der Polizei reagiert haben, werden ab heute zwangsweise vorgeführt. Das habe die Staatsanwaltschaft Essen angeordnet, wie die Polizei Gelsenkirchen auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Die zwangsweise Vorladung betrifft rund 30 Schließfachbesitzer. In einer überwiegenden Mehrzahl der mehr als 3000 Fälle sind die Vernehmungen mittlerweile abgeschlossen.
Bei dem Einbruch in den Tresorraum einer Sparkasse in Gelsenkirchen hatten Unbekannte Ende 2025 mehr als 3000 Schließfächer aufgebrochen. Dabei entstand Schätzungen zufolge ein Schaden in zwei- oder sogar dreistelliger Millionenhöhe. Der Einbruch wurde als möglicher Jahrhundertcoup bezeichnet . Insgesamt sind bei der Polizei Gelsenkirchen seit dem Aufbruch der Schließfächer 650 Hinweise eingegangen. Zur Qualität und zum Stand der Ermittlungen äußert sich die Polizei nicht.
Anfang Juli hatte die Sparkasse damit begonnen, betroffenen Schließfachkunden einen Schadensausgleich auszuzahlen. Wie die Bank betonte, würden die Kunden maximal 10.300 Euro pro Schließfach ausgezahlt bekommen, sofern im Mietvertrag keine höheren Summen vereinbart wurden.
Wie der spektakuläre Einbruch im Ruhrgebiet ablief und warum die Täter kurz vor ihrem Ziel fast aufgeflogen wären: Verfolgen Sie den Coup in der 3D‑Rekonstruktion.
Blick durch das von den Tätern gebohrte Loch in den Archivraum der Sparkasse in Gelsenkirchen
Polizei Gelsenkirchen / dpa
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