Als siebte Stadt: Gelsenkirchen setzt Zeichen für Ältere – WAZ | Westdeutsche Allgemeine Zeitung


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Gelsenkirchen. Gelsenkirchen reiht sich neben Münster und Hamburg in ein weltweites Netzwerk ein – und will diese Themen für ältere Menschen angehen.
Gelsenkirchen gehört ab sofort zu einem Kreis von Städten weltweit, die sich für eine lebenswerte Umgebung für ältere Menschen starkmachen: Die Stadt wurde in das globale Netzwerk „Altersfreundliche Städte und Gemeinden“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgenommen. Nach Hamburg, Stuttgart, Radevormwald, Münster und Berlin mit dem Bezirk Pankow ist Gelsenkirchen damit die siebte deutsche Stadt im Bündnis, dem inzwischen über 1700 Städte und Gemeinden weltweit angehören.
Mit ihrem Beitritt verfolgt die Stadt nach eigenen Angaben mehrere Ziele: Sie will dem demografischen Wandel aktiv begegnen, den internationalen Austausch stärken und am Wissenstransfer innerhalb des Netzwerks mitwirken. Gleichzeitig sollen die Strukturen und Angebote der lokalen Seniorenarbeit künftig auch überregional sichtbarer werden, heißt es. Erfolgreiche Praxisbeispiele aus anderen Städten sollen in die eigene Arbeit einfließen.
Dass das Thema Seniorenarbeit in Gelsenkirchen nicht neu ist, betont die Stadt ebenfalls: Bereits 1975 wurde der städtische Seniorenbeirat gegründet, der sich seither für die Belange älterer Bürgerinnen und Bürger einsetzt. Im Jahr 2005 entwickelte die neu geschaffene städtische Koordinierungsstelle für Senioren- und Behindertenarbeit den ersten „Masterplan Seniorenarbeit“.
Ein zentraler Akteur ist heute der Verein Generationennetz Gelsenkirchen, in dem verschiedene Partner wie Wohlfahrtsverbände, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser sowie Kirchen- und Religionsgemeinschaften zusammenarbeiten. Ziel des Netzwerks ist es laut Stadtverwaltung, älteren Menschen ein möglichst selbstbestimmtes und selbstständiges Leben im vertrauten Umfeld zu ermöglichen.
Aktuell leben in der Emscherstadt rund 270.000 Menschen, etwa 75.000 von ihnen sind 60 Jahre oder älter. Mit dem Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge in die Nacherwerbsphase wächst diese Gruppe weiter. Nach Einschätzung der Stadt geht dies mit einer wachsenden Vielfalt an Bedürfnissen einher, auf die Politik und Gesellschaft reagieren müssen.
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Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, wurde der Masterplan „Gut älter werden in Gelsenkirchen 2025“ neu aufgelegt. Die neue Fassung wurde gemeinsam mit dem Generationennetz erarbeitet und soll laut Stadt als verlässlicher Rahmen für eine zukunftsorientierte, inklusive Seniorenpolitik dienen – etwa bei Themen wie digitale Teilhabe, Einsamkeit im Alter, Pflege oder Mobilität.
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