
Nach dem Tresorraub in der Sparkasse Buer prüft die Polizei eine Insider-Spur. NRW-Innenminister Reul spricht von auffälligen Merkwürdigkeiten.
Über die Weihnachtstage wurde der Tresorraum der Sparkasse Buer in Gelsenkirchen ausgeraubt. Gegenüber der Bild sagt Innenminister Herbert Reul: «Es gibt einige Merkwürdigkeiten, die vorsichtig formuliert interne Hilfe für die Täter zumindest nicht unwahrscheinlich erscheinen lassen.»
Die Zeitung listet mehrere Umstände auf, die darauf hindeuten, dass die Bande bei ihrem Jahrhundert-Coup Hilfe aus den Reihen der Bank hatte. Ihre Beute beträgt geschätzt hundert Millionen Euro.
Zugang zur Tiefgarage: In den Tagen vor dem Raub ließ sich das Tor zur Tiefgarage plötzlich nicht mehr mit dem Zugangs-Chip öffnen. Die Mietenden mussten sich bei der Parkhauszentrale per Gegensprechanlage anmelden, damit das Tor aufgedrückt werden konnte. Die Ermittelnden vermuten, dass das Tor manipuliert wurde. Eine Kameraüberwachung gibt es dort nicht.
Die Stahltür: Um in die Bank zu gelangen, musste die Täterschaft eine Stahltür überwinden. Offenbar wurde die zuvor von innen manipuliert. Da sie nur einen Knauf hat, lässt sie sich von außen nicht mit einem Schlüssel öffnen und auch ein Code-Feld gibt es nicht.
Die letzte Tür: Eine dritte Tür lässt sich nur mit einem Schlüssel öffnen. Sie wurde laut dem Ermittlerteam ohne Alarmauslösung geöffnet. Wie genau, ist noch unklar.
Der Archivraum: Die Bohrmaschine wurde genau an der richtigen Wand angesetzt, um in den Tresorraum zu gelangen. Es handelte sich um eine im Archivraum. Möglicherweise wurde zuvor auch in einem Schließfach ein Tracker platziert, der nach dem Einbruch wieder mitgenommen wurde.
Die Schließfächer: Laut den Ermittelnden ist auffällig, dass kaum leere Fächer geknackt und keine Wertgegenstände entwendet wurden, die mittels einer Registrierung identifiziert werden könnten (z.B. Luxusuhren). Auch besonders auffälliger Schmuck mit Edelsteinen soll die Bande nicht mitgehen lassen haben.
Bisher gibt es keine Hinweise auf die Identität der Einbrecher. Vor einigen Tagen wurden in einem Abfalleimer beim Dortmunder Bahnhof die verwendeten, geklauten Kontrollschilder entdeckt.
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