Fotos aus dem Tresorraum zeigen das ganze Ausmass – 20 Minuten


Nach dem Mega-Einbruch in Gelsenkirchen zeigt die Polizei erstmals Fotos aus dem Tresorraum. Hunderte Beamte arbeiten fieberhaft an der Klärung des Falls.
Darum gehts
Nach dem spektakulären Einbruch in eine Sparkasse im deutschen Gelsenkirchen hat die Polizei erstmals neue Fotos aus dem Tresorraum veröffentlicht. Unbekannte hatten um Weihnachten 2025 grosse Mengen an Bargeld, Schmuck und Gold aus etwa 3100 Schliessfächern entwendet. Der Wert der Beute wird auf bis zu eine halbe Milliarde Euro geschätzt.
Die nun gezeigten Aufnahmen entstanden kurz nach der Entdeckung des offensichtlich minutiös geplanten Coups. Darauf zu sehen: chaotische Zustände im Tresorraum, Schubkästen und Schliessfächer, die sich teilweise bis unter die Decke stapeln. Kaum vorstellbar, wie sich die Einbrecher in diesem Durcheinander überhaupt noch bewegen konnten.
Wie die Polizei Gelsenkirchen in einer Mitteilung schreibt, arbeiten inzwischen mehr als 200 Ermittlerinnen und Ermittler aus dem ganzen Bundesland Nordrhein-Westfalen in der Sonderkommission «Bohrer» am einzigartigen Kriminalfall. Man gehe aktuell über 600 Hinweisen aus der Bevölkerung nach.
Ebenfalls müssen die vielen Einzelteile im beschriebenen Chaos den einzelnen Schliessfächern zugeordnet werden. Dazu hat die Polizei in den vergangenen Wochen circa 1200 Geschädigte vernommen. Gesamthaft haben 2700 Bankkunden ihre Ersparnisse verloren.
Für Aufsehen sorgen neben dem Ausmass des Raubes auch das offenbar professionelle Vorgehen der Einbrecher. So zapften sie über einen mehr als 20 Meter langen Gartenschlauch Wasser aus der Damentoilette ab, um ihren Diamantbohrer zu kühlen, mit dem sie die Wand zur Bank durchdrangen. Gemäss Experten deutet dies auf ein Fachwissen hin. Als am frühen Morgen ein Feueralarm auslöste, war der Schlauch jedoch verschwunden. Ermittler vermuten, dass ein Komplize die Täter warnte.
Was denkst du über die Sicherheit von Bankschliessfächern nach einem solchen Einbruch?
Im Tresorraum hatten die Einbrecher zuvor Bewegungsmelder abgeklebt. Um Spuren zu verwischen, verteilten sie Säure und entleerten einen Feuerlöscher. Die Ermittlungen sind dadurch erschwert und müssen unter Schutzbedingungen erfolgen. Ebenfalls auffällig: Die Täter legten offenbar bewusst falsche Spuren. Im Tresorraum fanden sich zahlreiche Haare, möglicherweise aus einem Friseursalon, um Ermittler in die Irre zu führen.
Reto Bollmann (bre), Jahrgang 1991, verstärkt seit Ende 2021 als Redaktor den Newsdesk von 20 Minuten. Eine Vorliebe hat er für politische, wissenschaftliche und geschichtliche Themen.
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