
Gelsenkirchen-Altstadt. So dreist muss man erst mal sein: Bundespolizisten leisten Erste Hilfe. Gelsenkirchenerin setzt sich direkt daneben auf eine Bank. Sie „will zuschauen.“
Rettungsmaßnahmen am Gelsenkirchener Hauptbahnhof dreist behindert hat eine Frau. Sie fand den Einsatz der Sanitäter offenbar so interessant, dass sie das Gassigehen mit dem Hund abbrach und sich direkt neben die Einsatzkräfte setzte, um dem Noteinsatz aus erster Reihe zuzuschauen.
Passiert ist das Ganze nach Angaben der Bundespolizei in der Nacht von Freitag auf Samstag (7. Dezember). Eine Streife der Bundespolizei eilte gegen Mitternacht einem Mann zu Hilfe, der auf einer Bank saß und einen Krampfanfall hatte.
Die Beamten hielten den Mann fest, damit er nicht zu Boden stürzt. Gleichzeitig alarmierten sie den Rettungsdienst und sprachen beruhigend auf den Mann ein. Als die Sanitäter den Hilfsbedürftigen vor Ort versorgten, näherte sich eine 37-jährige Frau mit ihrem angeleinten Hund und beobachtete die Rettungsmaßnahmen aus der Nähe.
Ein Rettungssanitäter forderte die Gelsenkirchenerin auf, die Örtlichkeit zu verlassen und die medizinische Versorgung nicht zu behindern, was sie aber ignorierte – ebenso wie weitere Appelle. Stattdessen gab sie laut Einsatzprotokoll an, dass sie zuschauen wolle. Demonstrativ setzte sie sich dazu unmittelbar an der Einsatzstelle auf eine Sitzbank. Bundespolizisten packten die Frau darauf bei den Oberarmen und führten sie einige Meter weg. Die Gelsenkirchenerin kehrte aber umgehend wieder zurück.
Videos und Bilder aus Gelsenkirchen finden Sie auch auf unserem Instagram-Kanal GEtaggt. Oder abonnieren Sie uns kostenlos auf Whatsapp und besuchen Sie die WAZ Gelsenkirchen auf Facebook.
Die Uniformierten verlangten daraufhin, dass sich die Frau ausweist. Auch dieser Aufforderung folgte die Gelsenkirchenerin nicht. Am Ende landete sie auf der Wache, bei der Durchsuchung ihrer Gürteltasche nach Ausweisdokumenten versuchte die 37-Jährige, die Polizisten zu treten und zu beißen. Sie wurde daher fixiert. Ihre Personalien gab sie dennoch nicht preis und zeigte den Einsatzkräften mehrfach den Mittelfinger. Auch bei einer zweiten Durchsuchung fanden die Beamten keinen Ausweis auf.
Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Schließlich machte die 37-Jährige doch Angaben zu ihrer Person. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,8 Promille. Die Bundespolizisten erteilten ihr einen Platzverweis und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und wegen Behinderung von Hilfe leistenden Personen ein. Der hilfsbedürftige Mann kam währenddessen in ein Krankenhaus zur weiteren medizinischen Behandlung.
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt WAZ testen
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt WAZ testen
Aktuelle Nachrichten und Hintergründe aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport – aus Essen, Deutschland und der Welt.
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt WAZ testen
Antworten