Gelsenkirchen: Diebe bohren großes Loch in Tresorraum – Aufgebrachte Kunden belagern Bank – WELT


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Es ist ein Coup wie in einem Film: Unbekannte haben sich über Weihnachten in den Tresorraum einer Gelsenkirchener Bank gebohrt, in dem sich Schließfächer befinden. Entdeckt wurde das Loch erst am Montagmorgen.
Einbrecher haben in Gelsenkirchen (NRW) offenbar die „Ruhe der Weihnachtstage genutzt“, um den Tresorraum einer Bank aufzubohren und Wertschließfächer zu durchsuchen. Das teilte die zuständige Polizei am Montagmorgen mit. Wann genau sich der Einbruch ereignete und wie lange sich die Täter in dem Gebäude aufhielten, ist noch unklar. In Betracht kommen sowohl die Weihnachtsfeiertage als auch das vergangene Wochenende.
Unklar ist bislang auch die Höhe des Schadens. Denn noch werde ermittelt, wie viele Schließfächer tatsächlich aufgebrochen wurden, hieß es weiter. Die Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer bleibt deshalb bis auf Weiteres geschlossen, wie auf einem Aushang zu lesen ist.
Dennoch suchten zahlreiche besorgte Kunden die Bank auf, um Auskunft zu verlangen und ihre Schließfächer zu überprüfen. Das wurde ihnen jedoch verweigert. Eine Polizistin erklärte, die Bank werde in den kommenden Tagen proaktiv auf die betroffenen Kunden zukommen. Der Vorraum der Filiale musste schließlich von der Polizei geräumt werden.
Nach bisherigen Erkenntnissen verschafften sich der oder die Täter von einem angrenzenden Parkhaus aus Zugang zur Sparkasse. Mit einem großen Bohrer bohrten sie ein Loch in den Tresorraum, durch das sie anschließend auch mit der Beute entkamen. „Den Bohrer kriegen sie nicht im Baumarkt“, sagte ein Polizeisprecher.
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Der Einbruch flog Montagfrüh durch einen Einsatz der Feuerwehr auf. „Mutmaßlich hat der Staub, der beim Bohren entstanden ist, den Brandmeldealarm ausgelöst“, sagte ein Polizeisprecher der „Bild“-Zeitung. Als die Feuerwehr daraufhin das Gebäude durchsuchte, entdeckte sie das Loch in der Wand. Die Diebe sollen demnach mit Wasser gearbeitet haben, um den Staub zu reduzieren. Der Sprecher schließt deshalb darauf, dass die Einbrecher über „technisches Verständnis“ verfügen müssen.
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Daraufhin durchsuchten Einsatzkräfte das Bankgebäude und stießen auf das Loch im Keller. Beamte sicherten Spuren und suchen nun Zeugen, die in den vergangenen Tagen verdächtige Geräusche gehört oder Beobachtungen gemacht haben.
Der Einbruch erinnert an den spektakulären Diebstahl im Jahr 2013 in Berlin-Steglitz. Damals hatten mehrere Täter ebenfalls ein Loch durch die Außenwand des Tresorraums der Volksbank-Filiale gebohrt. Zuvor hatten sie einen Tunnel gegraben. Bei dem Raub wurde der Inhalt von etwa 300 Schließfächern gestohlen. Der Wert der Beute soll laut Polizei bei rund zehn Millionen Euro liegen.
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