
Veröffentlicht: Freitag, 06.06.2025 08:00
Seit über zehn Jahren geht das "Interventionsteam EU-Ost" gegen Leistungsbetrug vor – jetzt könnten auch Land und Bund von den Erfahrungen profitieren.
Die Stadt Gelsenkirchen könnte Vorreiterin beim Kampf gegen Sozialleistungsmissbrauch werden. Die neue Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat jetzt dem organisierten Missbrauch von Bürgergeld und anderen Leistungen den Kampf angesagt. Auch ihr NRW-Kollege Karl-Josef Laumann beklagt "mafiöse Strukturen" und unterstützt die Initiative.
Die Gelsenkirchener Oberbürgermeisterin Katrin Welge begrüßt den Vorstoß – seit Jahren habe sie an oberster Stelle auf das Problem hingewiesen, heißt es. Gleichzeitig bietet Welge an, dass Land und Bund auf die Gelsenkirchener Erfahrungen zurückgreifen können.
Vor über zehn Jahren hatte die Stadt das Interventionsteam EU-Ost gegründet. Die Mitarbeiter von Stadt, Jobcenter, Polizei und ELE kontrollieren regelmäßig Häuser, in denen Zugewanderte aus Bulgarien und Rumänien leben. Dabei geht es nicht nur um bauliche Mängel und Müll – die Mitarbeiter haben bisher knapp 4.500 Menschen abgemeldet, die nicht angetroffen wurden. Sie bekommen damit keine Leistungen mehr vom Jobcenter. Außerdem geht die Stadt Gelsenkirchen mit fälschungssicheren Schulbescheinigungen gegen Kindergeldbetrug vor.
Gelsenkirchen Bauliche Mängel und offenbar zu Unrecht gezahlte Sozialleistungen – das ist die Bilanz einer aktuellen Kontrolle des Interventionsteams EU-Ost in Gelsenkirchen.
Gelsenkirchen Die Stadt Gelsenkirchen versucht weiter, in Problem-Häusern für Ordnung zu sorgen.
Gelsenkirchen Das Interventionsteam EU-Ost hat im Süden der Stadt mehrere Missstände aufgedeckt. Kontrolliert wurden drei Häuser auf der Bochumer Straße und eins an der Bickernstraße.
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