Gelsenkirchen: Polizisten suchen Mord-Messer im Müll – BILD


Akribisch suchen die Beamten nach der Tatwaffe in den Mülltonnen
Andreas
Wegener
Katrin
Weuster
Gelsenkirchen – Vier Polizisten durchforsten mit blauen Plastikhandschuhen die Mülltonnen, werfen den Unrat auf den Gehweg. Sie suchen eine Tatwaffe – um einen Mord in Gelsenkirchen aufzuklären!
Tage nach dem grauenvollen Verbrechen im Ortsteil Schalke (NRW) sind der oder die Killer noch auf freiem Fuß. Am Mittwochabend hatten sie Mirko P. (†44) auf dem Heimweg angegriffen, vermutlich mit einem Messer schwer verletzt. Der Mann schleppte sich blutend noch 100 Meter nach Hause – Blutspuren auf dem Asphalt zeugten auch am Samstag noch von seinem verzweifelten Versuch, sich in Sicherheit zu bringen.
Blutend hatte sich Mirko P. noch nach Hause geschleppt, im Flur brach er zusammen
Gegen 21.50 Uhr hatten Zeugen den Notruf 110 gewählt. Polizei und Retter rasten los. Doch als der Notarzt kurz darauf an dem blauen Mehrfamilienhaus eintraf, war der Zustand von Mirko P. schon überaus kritisch. Nachts starb er im Krankenhaus.
Inzwischen haben Rechtsmediziner die Leiche untersucht. Polizeisprecher Thomas Nowaczyk: „Bei der Obduktion wurden zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen festgestellt. Der Tod trat aufgrund des hohen Blutverlustes ein.“ Welche Waffen die Täter genau verwendeten, soll jetzt ein Gutachten klären.

Sorgfältige Arbeit: Mehrere Tonnen wurden bei der Suche vollständig entleert
Die Kommissare der Mordkommission befragten unterdessen Bekannte und Anwohner, ohne Hinweise auf ein konkretes Motiv zu bekommen. Ein Nachbar (54) hatte Mirko P. offenbar noch schreien gehört. „Jemand rief laut ‚Nein!‘, dann war es ganz still. Ich dachte, es besteht offenbar keine Gefahr und bin eingeschlafen“, sagte er.
Nach einer Messerattacke schleppte sich das Opfer über die Straße bis zu seiner Wohnung.
Seine Frau lag am Freitag tot in der Liebeszelle in der JVA Burg.
Mirko P. wohnte seit einigen Jahren in dem Haus. „Er war ein Einzelgänger, niemand kennt ihn hier besonders gut“, sagte ein Mieter. P. sei ständig unterwegs gewesen, habe wohl als selbstständiger Hausmeister kleinere Arbeiten übernommen.
Die Ermittler hoffen weiterhin auf Unterstützung, fragen: Wer hat am Mittwochabend in der Paulinenstraße etwas Verdächtiges beobachtet? Hinweise an die Mordkommission, Tel. 0209/365 71 12 oder 0209/365 82 40.
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