Im Kampf gegen Sozialbetrug mit sogenannten Schrottimmobilien sieht Gelsenkirchen Fortschritte: Rund 60 Häuser seien bereits angekauft worden, zuletzt ein ganzer Straßenzug mit sieben Häusern im Stadtteil Bismarck, sagte Sozialdezernentin Andrea Henze am Vormittag bei einem Stadtteilrundgang mit Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). Die Häuser würden derzeit abgerissen. Neben neuem Wohnraum entstehe dabei auch ein Kindergarten. Henze kandidiert bei der Kommunalwahl am 14. September für die SPD als Oberbürgermeisterin in Gelsenkirchen.
Es gehe darum, Ghettobildung aufzubrechen und ein klares Zeichen zu setzen, dass problematische Viertel nicht aufgegeben würden, sagte Bas. Das Wohnen in den Schrottimmobilien sei vielfach nicht menschenwürdig. Menschen etwa aus Rumänien würden angelockt, zu überhöhten Mieten in den Immobilien untergebracht und mit oft fingierten Arbeitsverträgen ausgestattet, die sie dann durch Bürgergeld aufstockten. Das Geld werde ihnen aber abgenommen. „Die Menschen werden ausgenutzt und abgezockt.“
Gelsenkirchen profitiert beim Aufkauf der Problemimmobilien von einer 100-Millionen-Euro-Zukunftspartnerschaft mit Land und Bund. Die modellhafte Vereinbarung sieht vor, über zehn Jahre verteilt rund 3.000 problematische Wohneinheiten aufzukaufen und zu sanieren oder abzureißen.
Gelsenkirchen hat nach dem Ende des Bergbaus massiv an Einwohnern verloren und kämpft mit Wohnungs-Leerstand. Die Stadt zählt NRW- und auch bundesweit zu den Städten mit der höchsten Arbeitslosenquote und dem niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen. Bei der Bundestagswahl hatte die AfD in der einstigen SPD-Hochburg mit 24,7 Prozent das stärkste Zweitstimmenergebnis erzielt – als einzige Stadt im Westen neben Kaiserslautern.
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