Groß-Kontrolle in Gelsenkirchen: Automat versiegelt, Betrieb geschlossen – WAZ | Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Als Stadt, Zoll und Polizei am Freitag, 6. Februar, zur gemeinsamen Kontrolle ausrückten, wussten viele Betreiber noch nicht, was auf sie zukommt. Neun Betriebe in Gelsenkirchen – Versheime, Cafés und Gaststätten – gerieten ins Visier. Am Ende standen versiegelte Geräte, jede Menge Beanstandungen und eine sofortige Schließung.
Schon im ersten Objekt stießen die Einsatzkräfte auf Probleme. Neben kleineren Hygienemängeln war die Sicherheitssoftware eines Glücksspielautomaten abgelaufen. Das Gerät wurde umgehend versiegelt, ein Bußgeldverfahren folgte.
In einem Vereinsheim mussten gleich zwei Automaten dichtgemacht werden, weil die vorgeschriebene Aufsicht fehlte. Außerdem entdeckten die Kontrolleure Mängel an den Toiletten – und 225 Flaschen ohne Pfandsiegel. Die Flaschen wurden einkassiert, auch hier laufen nun Verfahren.
Der Betreiber eines Shisha-Cafés bekommt ebenfalls Ärger. In seinem Laden wurde im Innenraum Tabak angeboten. Zulässig sind dort nur tabakfreie Produkte.
In einem weiteren Café fand die Lebensmittelüberwachung hygienische und bauliche Mängel. Dazu kamen fehlerhafte Preisangaben sowie 102 Flaschen ohne Pfandkennzeichnung. Auch das wird teuer.
Für die größte Aufregung sorgte allerdings eine andere Gaststätte. Kaum waren die Kontrolleure da, versuchte ein Mitarbeiter über den Keller eines benachbarten Mehrfamilienhauses zu entwischen. Aber: Zollbeamte spürten ihn auf und hielten ihn fest. Eine Anmeldung gab es nicht. Gegen den Betreiber wird jetzt wegen des Verstoßes gegen die Sofortmeldepflicht ermittelt. Auf den Mann warten ein Verwarnungsgeld und möglicherweise weitere ausländerrechtliche Folgen.
Zusätzlich fehlten Hinweise zu Preisen, Jugend- und Nichtraucherschutz. Weil die Hygienemängel hier besonders schwer wogen, ordnete die Lebensmittelkontrolle die sofortige Schließung des Betriebs an.
Auch draußen schauten die Einsatzkräfte genau hin: Zwei Autos ohne Versicherung wurden stillgelegt, die Kennzeichen sichergestellt. Fünf weitere Wagen hatten keine Feinstaubplakette, bei einem war der TÜV abgelaufen.
23 Einsatzkräfte waren an der behördenübergreifenden Aktion beteiligt.
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