
Keine größeren Zwischenfälle, aber mehrere Strafanzeigen und ein schwer verletzter Schalke-Fan: Diese Bilanz hat die Polizei am Samstagabend, 7. Februar, nach dem Heimspiel des FC Schalke 04 in der Arena gegen Dynamo Desden gezogen, das mit einem 2:2 endete. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, galt die Zweitliga-Begegnung doch als Hochrisiko-Spiel. Dabei sorgte die Vorspielphase durchaus für Irritationen bei den Polizeikräften.
Denn aus bislang nicht bekannten Gründen fuhren viele Gästefans aus Dresden nicht auf die für sie reservierten Parkplätze, sondern parkten rund um die Arena, unter anderem entlang der Kurt-Schumacher-Straße. Deshalb kam es vor dem Spiel zu einem größeren Verkehrsaufkommen als bei sonstigen Spielen. Die Polizeikräfte griffen hier zum Teil verkehrsregulierend ein, um eine möglichst pünktliche Anreise aller Fans zu ermöglichen und ein Aufeinandertreffen der als verfeindet geltenden Fanlager zu verhindern.
Während des Spiels kam es zu keinen strafbaren Zwischenfällen, die Polizei war jedoch im Bereich der Gastfanszene präsent, um mögliche Straftaten zu verhindern. Insgesamt fertigte sie mehrere Strafanzeigen, etwa weil bei den Einlasskontrollen im Bereich der Fans aus Dresden pyrotechnische Gegenstände aufgefunden wurden. Sie wurden sichergestellt.
Nach Spielende kam es an der Benzstraße in der Nähe des Stadions zu einem Körperverletzungsdelikt. Hier haben gegen 16 Uhr mehrere Fans von Dynamo Dresden einen Schalke-Fan angegriffen und schwer verletzt. Rettungskräfte brachten den Mann zur Behandlung in ein Krankenhaus. Die Tatverdächtigen sind flüchtig. Gegen sie wird wegen Verdachts der schweren Körperverletzung ermittelt.
Ebenfalls nach Spielende haben mutmaßliche Schalker Fans an der Daimlerstraße Schal und Trikot von Dresdener Fans geraubt, die dort in einem Auto unterwegs waren. Es kam auch zu Beleidigungen und weiteren Raubdelikten.
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Dennoch zog die Polizei ein positives Fazit: „Wir haben durch sichtbare Präsenz klar gemacht, dass wir mögliche größere Auseinandersetzungen nicht ansatzweise dulden. Dieses Konzept war aus unserer Sicht notwendig und es ist aufgegangen“. In allen strafbaren Fällen dauern die Ermittlungen an.
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