
Die Ansage von Frank Pawelke ist klar. Die beiden ersten Saisonspiele des BSV Buer-Bülse sollen gewonnen werden. „Wenn wir da ohne Punkte rausgehen, wäre ich nicht so happy“, meint der BSV-Trainer. Wenn der Luftgewehr-Bundesligist an diesem Wochenende gegen den SV Kamen und den Aufsteiger SV Hubertus Steinbach antritt, werden nach dem kleinen Umbruch im Sommer wohl einige Neue an den Start gehen.
Die Bueraner gehen „mit mehr Risiko, aber auch mehr Risiko zu mehr Möglichkeiten“, in die neue Saison in der 1. Bundesliga Nord. Was Pawelke damit meint, wird beim Blick auf den Mannschaftsbogen klar. Mit Patrik Jarny hat eine wichtige Stütze den Verein aus familiären Gründen verlassen. Ganz ohne böses Blut, es könnte eine Trennung auf Zeit sein. „Es war keine Entscheidung gegen uns“, erklärt Pawelke – sondern für Jarnys Nachwuchs. „Dass er irgendwann noch einmal für uns schießt, kann ich mir gut vorstellen“, sagt der BSV-Trainer.
Neben Jarny haben auch Henny Reitz und Patricia Siepel die Bueraner verlassen. Die Liste der Neuzugänge ist nicht unbedingt lang, zeigt aber, in welche Richtung es beim BSV vor allem in der Saison 2026 gehen soll. „Da nehmen wir das Bundesliga-Finale in Angriff“, sagt Pawelke. Jetzt, in der aktuellen Saison, nehme sich der BSV „nur“ die Top sechs als Ziel vor.
Dabei sollen einige Schützinnen helfen, die wie der gesamte Kader, über ein großes Potenzial verfügen. So kamen Kashika Pradhan und Lina Krebs vom Bundesliga-Absteiger Wetterau ins Ruhrgebiet. Krebs steht im Hessener Landeskader und ist stets im Blickfeld des Nachwuchs-Bundeskaders. Bereits im Alter von 18 Jahren gab sie 2022 ihr Debüt in der Bundesliga. „Sie hat Erfahrung, ist jung und zielstrebig“, beschreibt sie Pawelke.
Über internationale Erfahrung verfügt auch Anne Bakke Nielsen. Die Dänin kommt sogar mit einer EM-Medaille im Gepäck nach Gelsenkirchen. Sie holte 2023 bei der Junioren-Europameisterschaft Gold über die 10 Meter. „Sie ist noch sehr jung, aber wir sehen auch hier das Potenzial.“ Ähnliches dürfte auch für Fabienne Sebastian gelten. Sie stieg mit dem SV Steinbach jüngst in die 1. Bundesliga auf, wechselte aber doch zum BSV. „Wir sind total glücklich, dass sie bei uns ist“, sagt Pawelke.
Jung, aber talentiert und mit einer Erfahrung ausgestattet, geht es für den BSV Buer-Bülse in die Saison. Dass sein Team auch mal unbeständig schießen kann, hat Pawelke eingepreist. Trotzdem freut er sich auf den Saisonstart und alle folgenden Wettkämpfe. „Es knistert mehr als im Jahr davor“, sagt er. Und vielleicht kann der BSV ja jetzt schon für eine Überraschung sorgen.
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