
Kirchhellen. Der VfB Kirchhellen brauchte einen Punkt für den Klassenerhalt, holte aber drei und schoss fünf Tore. Drei davon erzielte Stefan Kahnert gegen SV Hessler.
Das musste gefeiert werden: Der Abstiegskampf in der Bezirksliga 9 biegt auf die Zielgerade ein, der VfB Kirchhellen und der SV Hessler kämpften am Sonntag im direkten Duell um den Klassenerhalt. Überraschend deutlich siegte der VfB 5:1 (0:1). „Über das Ergebnis sind wir natürlich sehr glücklich. Dadurch haben wir unser Ziel erreicht. Tatsächlich könnten wir, je nachdem wie die Konkurrenz spielt, sogar noch auf einen einstelligen Tabellenplatz klettern. Das hätten sich die Jungs auch sicherlich verdient“, befand Trainer Martin Stroetzel.
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Für die Kirchhellener ging es nach dem Kantersieg mit den Feierlichkeiten und Ehrungen weiter. Immerhin war es für einige Akteure das letzte Heimspiel an der Loewenfeldstraße. Dieses hätte wohl kaum besser enden können. Und dass am Ende die auch wieder die Sonne schien, rundete das Ganze nahezu bilderbuchmäßig ab.
Neben Betreuer Nils Bußmann wurden auch das Trainerteam um Martin Stroetzel, Co-Trainer Tunahan Terzi und Abwehrspieler Sascha Markmann gebührend verabschiedet. Jeder wurde mit einem Geschenkkorb ausgestattet, dazu gab es nicht nur viel Applaus, sondern auch etwas Pyrotechnik, Spruchbänder und Feuerwerksraketen.
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„Wesentlich war für uns heute die klare Leistungssteigerung nach der Pause“, sagte Stroetzel. „In den ersten 45 Minuten war unser Spiel viel zu statisch, wir hatten zu wenig Dynamik in unseren Aktionen. Dadurch haben wir es dem Gegner sehr einfach gemacht, der ja selbst eigentlich keine echten Chancen hatte außer eben diese eine. So wollten wir uns vom eigenen Anhang nicht verabschieden, weshalb wir uns in der Kabine nochmal eingeschworen haben.“
Ein Sonderlob gab es natürlich für den Dreifach-Torschützen Stefan Kahnert, der vom Publikum gefeiert wurde. „Dass sich auch die Einwechslung von Stefan Kahnert derart bezahlt gemacht hat, ist natürlich ein Traum. Da hat ,Doktor Kahnert‘ wieder geregelt. Ein mustergültiger Spieler, der nie meckert, sich immer in den Dienst der Mannschaft stellt und fleißig trainiert. Dazu sind die fünf Tore gewiss kein Zufallsprodukt, zuletzt hat es mit dem Toreschießen ja sehr gut geklappt. Und das ist ebenfalls ein Verdienst dieser Mannschaft. Jetzt können wir uns etwas zurücklehnen, nächste Woche sehen wir dann, wofür es noch reichen kann.“
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Und weiter: „Natürlich war dieses Spiel auch für mich ein besonderes, allerdings waren es auch zwei ziemlich stressige und herausfordernde Jahre. Das Aufstiegsjahr war nicht leicht und diese Saison war es ebenfalls nicht. Daher werde ich die Ruhe nach dem Abschluss der Spielzeit bestimmt auch etwas genießen.“
Der VfB Kirchhellen wird mit breiter Brust in das für ihn vielleicht vorentscheidende Spiel gehen. Die Blau-Weißen spielen eine starke Rückrunde, in der sie 16 Punkte und damit doppelt so viele wie der SV Hessler eingefahren haben.
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Stroetzel und Co. dürfen sich aber auf einen heißen Tanz einstellen. Schon das Hinspiel hatte es in sich. Mitte November verspielte Kirchhellen eine 1:0-Pausenführung und verlor durch ein Gegentor in der vierten Minute der Nachspielzeit mit 1:2.
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