Kot-Wurst statt Schlange: Darum wurde Gelsenkirchener Opern-Video zum Insta-Hit – WAZ


Von Gelsenkirchen in die ganze Welt – dank Social Media: Ein Video aus der aktuellen Inszenierung von „Die Zauberflöte“ am Musiktheater im Revier (MiR) ist zu einem viralen, weltweiten Social-Media-Phänomen geworden.
Auf Instagram erhielt der Post 400.000 Views, über 13.000 Likes und über 28.000 Shares. „Das ist für ein Reel aus der Opernwelt mehr als erstaunlich“, heißt es seitens des MiR. Noch überraschender ist, dass das Reel auch auf dem koreanischen Instagram-Kanal flowit.culture und im chinesischen Instagram-Äquivalent Xiaohongshu repostet wurde und in letzterem schon über 52.000 Likes erzielte. Was macht dieses Reel aus einer Opernaufführung so einzigartig?
Die Inszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Zauberflöte“ am MiR (Premiere war am 9. Mai) wird auch von Presse und Publikum kontrovers diskutiert. Regisseurin Nora Krahl, Leiterin des Digitallabors MiR.LAB, siedelt Schikaneders Märchen in einer Open-World-Simulation an. Die Computerspiel-Ästhetik ist nicht nur durch zwei großen LED-Screens und einen eigens am MiR entwickelten und gebauten LED-Vorhang umgesetzt, sondern auch durch die Bühnenbilder von Martin Miotk.
Er war es auch der zunächst den kurzen Ausschnitt aus dem Anfang der Oper auf Instagram postete. Gezeigt wird die Stelle, an der Tamino von einer Schlange bedroht wird. In der MiR-Inszenierung kommt in diesem Moment der ins Riesenhafte vergrößerte Schoßhund der Königin der Nacht aus dem Schnürboden heruntergefahren und Tamino wird nicht von einer Schlange, sondern der monströsen Kot-Wurst des Hundes bedroht.
Man kann die Redaktion auf vielen Wegen erreichen. Per Post oder per E-Mail beispielsweise. Aber was tun, wenn es um Hinweise geht, die man eigentlich nicht preisgeben darf? Deren Veröffentlichung einen den Job kosten könnten?
Dafür hat die WAZ Gelsenkirchen den sogenannten Whistleblower-Briefkasten eingerichtet. Hier können Leserinnen und Leser anonym Hinweise auf Vorgänge in unserer Stadt hinterlassen, und Fotos oder Dokumente hochladen. Sie können entscheiden, ob Rückfragen möglich sind. Der Quellenschutz ist in jedem Fall garantiert.
Wenn jemand nicht schriftlich informieren will, kann er auch eine Sprachnachricht aufnehmen. Wir verzerren dann die Stimme, damit niemand sie erkennen kann.
Wir schätzen dann ein, wie groß das öffentliche Interesse mutmaßlich ist und wie realistisch ein Rechercheerfolg. Den Whistleblower-Briefkasten finden Sie unter diesem Link
Kommentare zu dem Reel kommen mittlerweile aus der ganzen Welt, besonders aber aus Spanien, Italien, Russland und Südostasien. Dabei überwiegen amüsierte Stimmen. Vielleicht einer der schönsten Kommentare: „Mozart would be proud“ – Mozart wäre stolz.
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