kriegsverletzte Kinder aus Gaza: Antrag zur Aufnahme in Gelsenkirchen – Lokalkompass


Bei den weiterhin erfolglosen Verhandlungen um einen Waffenstillstand in der Ukraine ist das Leid der palästinensischen Bevölkerung in Gaza und auch an anderen Kriegsschauplätzen wie z.B. im Sudan anscheinend in Vergessenheit geraten.
Zumindest für kriegsverletzte Kinder aus Gaza setzen sich einige Parteien auf kommunaler Ebene ein. So hat z.B.  das fortschrittliche überparteiliche Kommunalwahlbündnis AUF Gelsenkirchen  einen Antrag zur Aufnahme kriegsverletzter Kinder aus Gaza an den Rat der Stadt Gelsenkirchen gestellt (Pressemitteilung von AUF Gelsenkirchen vom 19.12.2025)
Dieser Antrag wurde nicht im Rat am 18. Dezember behandelt, sondern kommt in den ersten Sozialausschuss, das beschloss die SPD auf Antrag.  Wie AUF sahen auch BSW, die Linke, Die Partei und WIN rasches Handeln geboten. Der Rat hätte Initiative ergreifen können.
Laut UNICEF wurden in Gaza mindestens 64.000 Kinder schwer verletzt oder getötet. Amnesty International berichtet, dass das Gesundheitssystem in Gaza durch die verheerenden Angriffe weitgehend zerstört ist.
„Gelsenkirchen hat mit dem Bergmannsheil und dem Marienhospital zwei Kliniken, die helfen können“, so Jan Specht, Stadtverordneter für AUF. „Als Stadt mit der höchsten Kinderarmut in Deutschland wäre es ein gutes Signal, dass wir den Kindern der ganzen Welt helfen müssen – egal, woher sie kommen.“
Deshalb beantragte er im Rat, eine Hilfsinitiative für Kinder aus Gaza zu gründen. Städte wie Bremen, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Freiburg im Breisgau, Hannover, Kiel und Leipzig gehen da schon mit Beispiel voran. Ausgerechnet die Bundesregierung bremst das aus! Die Ausreise von Kindern zur Behandlung in Deutschland sei mit aufwendigen Verfahren verbunden – etwa zur Klärung der Identität der Betroffenen und ihrer Familien sowie deren sicherheitsrechtlicher Beurteilung. Bürokratisch, realitätsfern und unmenschlich findet AUF diesen Affront.
Und im Ruhrgebiet? Außer aus Gelsenkirchen ist mir von keiner anderen Stadt in dieser Region eine solche Initiative von einer Partei oder einem Wählerbündnis bekannt.
Willi Mast, Allgemeinmediziner in Gelsenkirchen und aktiv für die Solidarität mit Menschen aus Gaza äußerte sich: „Es wäre ein wichtiges Zeichen der Mitmenschlichkeit und Solidarität mit der Zivilbevölkerung in Gaza, wenn sich unsere Stadt einsetzt und in Absprache mit den entsprechenden medizinischen Abteilungen unserer Stadt die Aufnahme und Behandlung von schwer verletzten und traumatisierten Kindern aus Gaza vorbereitet.“

Eine  Entscheidung im Rat der Stadt Gelsenkirchen zur Aufnahme und Behandlung von kriegsverletzten- und traumatisierten Kindern würde auf große Zustimmung und Unterstützung unter den Bürger/innen stoßen und den Zusammenhalt befördern, insbesondere auch mit vielen Migrantenfamilien, die sich schon bereit erklärt haben, die sprachliche Verständigung zu unterstützen, berichtete AUF.
In Bochum könnte z.B. das Bergmannsheil viele Kinder aufnehmen und behandeln, denn ein ganzer mehrstöckiger Krankenhaustrakt steht nach einem Dachstuhlbrand bereits seit langer Zeit leer, obwohl dieser Trakt zu vertretbaren Kosten hätte saniert werden könnte!
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