
Im Tarifstreit für den öffentlichen Dienst der Länder sollen die Warnstreiks auch in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Wochen ausgeweitet werden. Das kündigte die Gewerkschaft Verdi NRW vor dem Wochenende an, nachdem die zweite Verhandlungsrunde in Potsdam keine Einigung gebracht hatte.
Am Montagmorgen teilte die Regionalstelle Emscher-Lippe der Bildungsgewerkschaft GEW dann mit, dass die Tarifbeschäftigten im Landesdienst, darunter eben auch Lehrerinnen und Lehrer, schon am Mittwoch, 21. Januar, die Arbeit für einen Warnstreik niederlegen sollen. Wo genau gestreikt werden soll, wurde nicht mitgeteilt. Über konkrete Warnstreikmaßnahmen und Aktionen in NRW würden die Verdi-Bezirke jeweils in den kommenden Tagen informieren, hieß es. Unterricht dürfte aber am Mittwoch in Gelsenkirchen und anderen Städten im Regierungsbezirk Münster wohl nicht in vollem Umfang stattfinden.
„Durch die Tarifverhandlungen für die Kommunen ist ein Lohnzuwachs in dreistelliger Höhe erkämpft worden. Damit die Attraktivität für Beschäftigte im Landesdienst bei dem enormen Fachkräftemangel in den Schulen nicht noch weiter sinkt, sind jetzt Streikmaßnahmen erforderlich, um auch zukünftig jungen Menschen eine Perspektive bieten zu können“, heißt es in einer knappen Pressemitteilung der GEW.
Nach WAZ-Informationen sind darüber hinaus landesweite Streiks für den 29. Januar und den 10. Februar geplant. An diesen Tagen wird der Unterricht voraussichtlich an vielen Schulen in NRW nicht oder nur in geringerem Umfang stattfinden.
Vergangene Woche hatte es in NRW bereits erste Warnstreiks gegeben, unter anderem an den Unikliniken Köln, Bonn und Essen. „Verdi wird den Druck in den kommenden Wochen weiter erhöhen“, erklärte der stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiter NRW, Frank Bethke.
Die Länder-Arbeitgeber hätten „trotz mehrfacher Aufforderung“ kein verbindliches Angebot vorgelegt. „In dieser Stunde sind alle Beschäftigten dazu aufgerufen, die Forderungen der Gewerkschaften zu unterstützen“, sagte Werneke.
Die nächste Verhandlungsrunde ist vom 11. bis zum 13. Februar geplant. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die mehr als 920.000 Tarifbeschäftigten der Länder sieben Prozent mehr Gehalt – mindestens aber 300 Euro mehr. Insgesamt sind rund 2,2 Millionen Menschen betroffen. Auf rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamte soll der Abschluss übertragen werden.
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