Literaturfestival: Dieser Szene-Star ist gratis zu erleben – WAZ


Redakteur Lokal
Gelsenkirchen. Das Literaturfestival „Nah und Fern“ lockt diesmal zahlreiche namhafte Autoren nach Gelsenkirchen – darunter auch diese Szene-Stars.
Es war bei der Verleihung des Literaturpreises Ruhr im vergangenen Jahr auf Schloss Horst, als Helmut Warnke plötzlich Frank Goosen erblickte. Der Macher des Gelsenkirchener Literaturfestivals „Nah und Fern“ ging dann einfach schnurstracks auf den bekannten Ruhrgebiets-Autoren zu und fragte ihn, ob er nicht irgendwann mal bei seiner Veranstaltung auftreten wolle. „Zu meinem Erstaunen hat er einfach Ja gesagt“, erzählte Warnke im Gespräch mit der WAZ.
Deshalb darf sich das kleine, aber feine Festival, das immer im Metropolengarten in Rotthausen stattfindet, in diesem Jahr auf ein wirklich namhaftes Zugpferd freuen. Denn gleich am Auftaktabend, 22. August, wird Goosen ab 19 Uhr mit seinem Programm „Heimat, Fußball, Rockmusik“ zu Gast im Schatten der Villa Dahlbusch sein. „Ich freue mich sehr, dass das so schnell geklappt hat“, betont Warnke, der auch die nunmehr fünfte Ausgabe dieses Festivals federführend geplant und organisiert hat. Für Goosens Auftritt gilt das dort übliche Motto, das da lautet: umsonst und draußen.
Sieben Veranstaltungen warten zwischen dem 22. und 31. August auf ein interessiertes Publikum. „Im Vorjahr hatten wir unsere bislang besten Zuschauerzahlen. Wir hoffen, dass die Resonanz auch diesmal wieder ähnlich gut sein wird“, so Warnke. Pro Veranstaltung passen knapp 100 Zuhörende in die grüne Oase am Dahlbusch, die zwischen Garten und Gewächshaus ihre ganze Pracht entfaltet. Und Warnke hat diese Veranstaltungsreihe auf den Namen „Nah und Fern“ getauft, weil die verpflichteten Autorinnen und Autoren teils aus dem Ruhrgebiet, teils aber auch aus dem Rest der Republik anreisen.
Der Samstag, 23. August, ist geeignet für alle Lokalpatrioten, denn bei der „Offenen Bühne“ sollen dann ausschließlich Texte zum Themenkomplex „Heimat Gelsenkirchen“ zum Besten gegeben werden. Beginn ist ab 16 Uhr. Hobby- und Profi-Autoren kommen dann gleichermaßen zum Zuge. Sie alle wurden nach einem Bewerbungsverfahren für diesen Auftritt ausgewählt.
Tags darauf beginnt um 16 Uhr die Lesung mit John von Düffel. Der Potsdamer Literat ist bereits zum zweiten Mal in Rotthausen zu Gast und wird diesmal Passagen aus seinem neuen Buch „Ich möchte lieber Nichts – Eine Geschichte des Konsumverzichts“ vortragen. Um 18 Uhr startet dann am 24. August an gleicher Stelle die Doppellesung mit Rasha Kayat aus Essen, die ihr Buch „Ich komme nicht zurück“ vorstellt, und mit der aus Recklinghausen stammenden Ines Habich-Milovic. Ihr Debüt-Roman „Mein Vater hat die Taschen voller Kirschen…“ erzählt von einer großen Liebe und dem Schicksal der sogenannten „Gastarbeiter-Generation“.
Für Grundschulkinder eignet sich die Lesung mit Kathrin Martens am Freitag, 29. August, ab 15 Uhr. Tags darauf steht dann ab 19 Uhr zunächst eine Lesung samt Gespräch mit Miedya Mahmoud und Esra Canpalat an. Letztere wurde 2021 mit dem Förderpreis beim Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet.
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Das ist ein gutes Stichwort: Denn von den insgesamt fünf Schreibenden, die in diesem Jahr für den Literaturpreis Ruhr worden sind, treten drei bei „Nah und Fern“ auf: Neben besagter Ines Habich-Milovic sind dies Annika Büsing und Cigdem Akyol. Und diese beiden beschließen das Festival am Sonntag, 31. August, ab 18 Uhr mit der Doppellesung „Ferngespräch“. Nur an diesem Abend wird laut Warnke ein Eintritt in Höhe von fünf Euro erhoben. „Toll, wie viele namhafte Autorinnen und Autoren wir diesmal dabei haben“, bilanziert der Festival-Macher.
Die Veranstaltung sei finanziell nur dank der Unterstützung zahlreicher Förderer und Sponsoren zu stemmen, betont Helmut Warnke. Die Stadt Gelsenkirchen und die Kunststiftung NRW erwähnt er dabei explizit. Doch auch allen anderen Helfern dankt er für ihre große Unterstützung.
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