
Das Ausmaß des Bankraubs von Gelsenkirchen setzt für Deutschland neue Maßstäbe. Eine Spur der Ermittler führt wohl ins Ausland.
Nach dem spektakulären Bankraub in Gelsenkirchen vermuten die Ermittler wohl, dass die Täter aus dem Ausland stammen könnten. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" schreibt, geht die Polizei dem Verdacht nach, dass die Täter aus den Niederlanden stammen. Grund für diese Vermutung sei das verwendete Fluchtauto.
Am Dienstag hatte die Polizei mitgeteilt, dass es Videoaufnahmen von den mutmaßlichen Tätern gibt: Die Bilder von einer Überwachungskamera aus einem nahe der Sparkasse gelegenen Parkhaus zeigen unter anderem einen Audi RS6, der voll besetzt mit maskierten Männern das Parkhaus verlässt.
Laut "Spiegel" ähnele der hochmotorisierte Wagen den Fahrzeugen, die bei Bankautomat-Sprengungen von Tätern aus den Niederlanden typischerweise verwendet werden. Ein Polizeisprecher wollte den Verdacht aus ermittlungstechnischen Gründen gegenüber t-online nicht bestätigen.
Wie die "Bild"-Zeitung schreibt, hatten die Männer außerdem einen weißen Mercedes-Transporter dabei – wohl, um das Diebesgut und die Einbruchswerkzeuge abzutransportieren. Außerdem sei auf den Aufnahmen einer der mutmaßlichen Täter zu sehen, wie er mit Münzgeld ein Parkticket löst. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass der Inhalt der Videos Gegenstand der Ermittlungen ist.
Die Suche nach den flüchtigen Panzerknackern dauert an. Am frühen Montagmorgen waren Einsatzkräfte wegen eines Brandalarms zu der Bankfiliale ausgerückt. Dort entdeckten die Einsatzkräfte, dass sich die Täter mit einem Bohrer aus dem Parkhaus bis in den Tresorraum der Sparkasse vorgearbeitet hatten. Wahrscheinlich ereignete sich der Einbruch über die Weihnachtsfeiertage.
Wie die Sparkassen-Filiale auf ihrer Website erklärt, wurden über 95 Prozent der Bankschließfächer bei dem Einbruch geöffnet. Eine Sprecherin der Polizei erklärte, dass von einer Beute im mittleren zweistelligen Millionenbereich ausgegangen wird. Zunächst war die Beute über die Versicherungssumme grob in Höhe von rund 30 Millionen Euro angegeben worden. Mit einer Beute in diesen Dimensionen wäre es einer der größten Coups in der bundesdeutschen Kriminalgeschichte.
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