Nach Bluttat in Gelsenkirchen: Ganze Familie verurteilt – Sohn (16) droht den Richtern: "Ich werde alle töten" – DerWesten


DerWesten.de
Aktuelle Nachrichten aus dem Ruhrgebiet, NRW, Deutschland und der Welt! Außerdem alle News über Promis, TV-Shows, Politik und Wirtschaft.
Wilde Szenen am Landgericht Essen: Nach einem tödlichen Streit in Gelsenkirchen wude es auch vor Gericht turbulent.
Der Prozess um die tödliche Messerattacke in Gelsenkirchen hat ei dramatisches Ende genommen. Das Landgericht Essen verurteilte einen 16-Jährigen wegen Todschlags zu sieben Jahren Jugendhaft. Doch unmittelbar nach der Urteilsverkündung sorgte der Jugendliche erneut für Entsetzen: er bedrohte die Richter mit den Worten „Ich werde alle töten. Wenig später mussten Rettungskräfte in den Gerichtssaal ausrücken.
Neben dem Jugendlichen standen auch seine Eltern, seine Schwester und sein Schwager vor Gericht. Auch gegen sie wurden Haftstrafen verhängt.
Folge DER WESTEN auf Social Media:
Noch mehr bewegende News aus NRW und deiner Stadt in unserem NRW-Live Newsletter. Melde dich jetzt kostenlos an und verpasse nichts mehr!
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu. Eine Abmeldung ist jederzeit über einen Link im Newsletter möglich.
Noch mehr bewegende News aus NRW und deiner Stadt in unserem NRW-Live Newsletter. Melde dich jetzt kostenlos an und verpasse nichts mehr!
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu. Eine Abmeldung ist jederzeit über einen Link im Newsletter möglich.
Der Fall geht auf den 28. September 2025 zurück. An diesem Abend eskalierte gegen 20 Uhr in der Pommernstraße im Gelsenkirchener Stadtteil Bismarck ein Streit zwischen zwei Zweigen einer deutsch-türkischen Familie (wir berichteten). Nach Angaben der Polizei waren 20 bis 30 Menschen an der Auseinandersetzung beteiligt. Dabei kamen Messer, Baseballschläger und Elektroschocker zum Einsatz. Mindestens fünf Menschen wurden verletzt, vier von ihnen schwebten zeitweise in Lebensgefahr. Ein 56-Jähriger Mann erlitt tödliche Stichverletzungen und starb später im Krankenhaus. Die Polizei richtete noch am Abend eine Mordkommission ein und nahm mehrere Tatverdächtige fest.

Im Prozess stellte sich schließlich heraus, dass ein Erbschaftsstreit um eine Wohnung in der Türkei Auslöser der Eskalation gewesen sein soll. Bereits wenige Tage vor der Tat war es zwischen den Familienangehörigen zu einer Schlägerei gekommen. Am Tatabend sollen vier bewaffnete Männer auf Mitglieder des anderen Familienzweigs losgegangen sein. Nach Überzeugung des Gerichts fügte der damals 16-Jährige dem 56-Jährigen den tödlichen Messerstich ins Herz zu. Ein Video soll zeigen, wie der Jugendliche anschließend mit erhobenem Messer über die Straße lief.
Das Landgericht Essen verurteilte den Jugendlichen wegen Totschlags zu sieben Jahren Jugendstrafe. Einsicht zeigte er jedoch nicht. Der WDR berichtete, dass er während der Urteilsverkündung das Gericht mit Zwischenrufen unterbrach. Als Justizbeamte ihn aus dem Saal führten, soll er den Richtern zugerufen haben: „Ich werde alle töten!“
Auch seine Eltern wurden verurteilt: Der Vater muss für zwölf Jahre ins Gefängnis, die Mutter erhielt eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren. Strafschärfend wertete das Gericht unter anderem, dass sie ihren minderjährigen Sohn in den Konflikt hineingezogen haben sollen.
Laut den Feststellungen des Gerichts soll die Mutter nach dem tödlichen Messerangriff der Opferfamilie außerdem zugerufen haben: „Das ist noch zu wenig für euch, ihr werdet die Hölle erleben.“ Nach der Urteilsverkündung kam es schließlich zu einem Rettungseinsatz. Die Mutter und die Schwester des Jugendlichen brachen im Gerichtssaal zusammen. Erst alarmierte Rettungskräfte konnten die beiden Frauen versorgen und die Situation beruhigen.
Ein weiterer Familienstreit eskalierte erst kürzlich in Dortmund in der Nähe. Die Einzelheiten des Falls sind allerdings noch nicht geklärt.
Eine Seite der FUNKE Mediengruppe – powered by FUNKE Digital

source

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*